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Recycling: KIT entwickelt Verfahren zur Lithium-Rückgewinnung

Lithium ist ein wichtiger Rohstoff für Akkus . Das KIT hat ein Verfahren für das Recycling entwickelt.
/ Werner Pluta
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Zurückgewonnene Akkurohstoffe: "Kostengünstiges, energieeffizientes und umweltverträgliches Recycling" (Bild: Amadeus Bramsiepe, KIT)
Zurückgewonnene Akkurohstoffe: "Kostengünstiges, energieeffizientes und umweltverträgliches Recycling" Bild: Amadeus Bramsiepe, KIT

Woher kommt das Lithium für neue Akkus? Am besten aus den alten. Ein neues Verfahren für das Akkurecycling wurde am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) in Zusammenarbeit mit dem Helmholtz-Institut Ulm für Elektrochemische Energiespeicherung (HIU) und dem Energieversorger EnBW entwickelt.

Das Verfahren besteht aus einer Kombination mechanischer Prozesse und chemischer Reaktionen. Dabei wird als Reduktionsmittel Aluminium eingesetzt. Das Element muss nicht zugesetzt werden, sondern es wird das Aluminium aus der Kathode genutzt.

Um an das Lithium zu kommen, werden zunächst die Akkuabfälle gemahlen. Anschließend werden in einer Reaktion mit Aluminium wasserlösliche Lithiumverbindungen erzeugt. Das Lithium wird daraufhin zurückgewonnen, indem die Verbindungen in Wasser gelöst werden. Anschließend wird das Wasser verdampft.

Das Recycling geschieht bei Umgebungstemperatur

Das Verfahren habe einige Vorteile, sagte der Erstautor der Studie, Oleksandr Dolotko(öffnet im neuen Fenster) : Die mechanochemische Reaktion laufe bei Umgebungstemperatur und -druck ab, weshalb das Verfahren, das das Team um Dolotko in der Fachzeitschrift Nature Communications Chemistry(öffnet im neuen Fenster) beschreibt, energieeffizienter sein soll als andere Recyclingverfahren. Zudem werden keine schädlichen Chemikalien eingesetzt.

"Das Verfahren eignet sich zur Rückgewinnung von Lithium aus Kathodenmaterialien unterschiedlicher chemischer Zusammensetzung und damit für viele verschiedene marktübliche Lithium-Ionen-Batterien" , sagte Dolotko. "Es erlaubt ein kostengünstiges, energieeffizientes und umweltverträgliches Recycling" .

Bis zu 70 Prozent des Lithiums aus einem Altakku sollen sich auf diese Weise zurückgewinnen lassen. Wann das Verfahren reif für den praktischen Einsatz sein soll, gab das Team nicht an.


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