Abo
  • IT-Karriere:

Rohstoff Kunststoff

Der Grund dafür: "Flüsse sind die größte Quelle für den Mülleintrag ins Meer", sagt Hansch. "Wenn wir also langfristig die Meere säubern wollen, müssen wir verhindern, dass das Plastik erst hineingelangen kann." Die Aachener haben sich zum Ziel gesetzt, in drei bis fünf Jahren ein erstes Testmodell entwickelt zu haben. In dieser Zeit gilt es, die Bauweise an die veränderten Voraussetzungen in Flussmündungen anzupassen.

Stellenmarkt
  1. CLUNO GmbH, München
  2. Evangelische Bank eG, Kassel

Ein weiteres Beispiel ist der schwimmende Mülleimer Seabin aus Australien. Er wird in Häfen installiert und saugt an der Oberfläche schwimmenden Abfall ein. Rund 700 Systeme seien bislang installiert, 5.000 seien bestellt. Jede Mülltonne könne pro Tag etwa 1,5 Kilogramm einsammeln.

Der Chemiker und Verfahrenstechniker Michael Braungart hält von all den Ansätzen nicht allzu viel. "Das Dumme ist: Wenn man die falschen Dinge perfekt macht, hat man sie perfekt falsch gemacht." Man müsse den Fokus von Anfang an auf anderes legen, sagt Braungart. "Ich kann an Land und vor allem am Strand viel einfacher und kostengünstiger viel mehr Müll einsammeln als auf See."

Das sieht der Bremer Forscher Wittmaier ähnlich. Schließlich seien die allermeisten Plastikpartikel im Meer viel zu klein, um sie herauszufischen. Stichwort: Mikroplastik. Zudem, sagt er, schwämmen die wenigsten an der Oberfläche, sie trieben in der Wassersäule verteilt. Der Aufwand, den man betreiben müsse, um nennenswerte Mengen aus dem Meer zu sieben, stünde in keinem Verhältnis zum Erfolg.

Viel wichtiger sei es, den Eintrag an Kunststoffabfall in die Meere zu reduzieren. Wittmaier und Schiffbauexperten vom Hamburger Maritim-Unternehmen Technolog haben deshalb eine eigene Lösung ersonnen: Eine schwimmende Recyclingfabrik, die entlang der Küsten kreuzt und die Menschen animiert, das Plastik an Land zu sammeln - weil sie Geld dafür bekommen. Der Name des Projekts ist Programm: "KuWert" - Kunststoff und Wertschöpfung.

Recyceltes Plastik ist ein gefragter Rohstoff, für den es gutes Geld gibt. "600 bis 1.000 Euro je Tonne", sagt Wittmaier. Aber nur, wenn er sauber und gut aufbereitet ist. "Plastik, das seit Jahren im Salzwasser schwimmt, stark verschmutzt ist und vom Sonnenlicht malträtiert wurde, ist unbrauchbar und nur noch thermisch verwertbar", sagt Wittmaier.

Doch warum baut man solch eine Fabrik nicht an Land?

 Recycling: Die PlastikfischerEine schwimmende Fabrik 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5.  


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

randya99 20. Mai 2019

Stimmt doch gar nicht. Das Gras/Soja wächst sofort wirder nach und bindet CO2. Methan...

bombinho 19. Mai 2019

Wiederverwerten ist nicht einmal das Problem, sondern die Kosten der Wiederverwertung...

FactCheck 19. Mai 2019

aber wer die Ursache nicht bekaempft hat nichts gewonnen. Fakt ist: ein kleiner Bach in...

Nimrais 18. Mai 2019

Biokunststoffe sind in aller Regel auf nachwachsenden Rohstoffen basierende, den...

norbertgriese 18. Mai 2019

Wenn in D sortiert wird ohne Ende und nur 20% recycled wird - dann einfach alles...


Folgen Sie uns
       


Hyundai Kona Elektro - Test

Das Elektro-SUV ist ein echter Langläufer.

Hyundai Kona Elektro - Test Video aufrufen
Harmony OS: Die große Luftnummer von Huawei
Harmony OS
Die große Luftnummer von Huawei

Mit viel Medienaufmerksamkeit und großen Versprechungen hat Huawei sein eigenes Betriebssystem Harmony OS vorgestellt. Bei einer näheren Betrachtung bleibt von dem großen Wurf allerdings kaum etwas übrig.
Ein IMHO von Sebastian Grüner


    Faire IT: Die grüne Challenge
    Faire IT
    Die grüne Challenge

    Kann man IT-Produkte nachhaltig gestalten? Drei Startups zeigen, dass es nicht so einfach ist, die grüne Maus oder das faire Smartphone auf den Markt zu bringen.
    Von Christiane Schulzki-Haddouti

    1. Smartphones Samsung und Xiaomi profitieren in Europa von Huawei-Boykott
    2. Smartphones Xiaomi ist kurz davor, Apple zu überholen
    3. Niederlande Notrufnummer fällt für mehrere Stunden aus

    Probefahrt mit Mercedes EQC: Ein SUV mit viel Wumms und wenig Bodenfreiheit
    Probefahrt mit Mercedes EQC
    Ein SUV mit viel Wumms und wenig Bodenfreiheit

    Mit dem EQC bietet nun auch Mercedes ein vollelektrisch angetriebenes SUV an. Golem.de hat auf einer Probefahrt getestet, ob das Elektroauto mit Audis E-Tron mithalten kann.
    Ein Erfahrungsbericht von Friedhelm Greis

    1. Mercedes EQV Daimler zeigt elektrische Großraumlimousine
    2. Freightliner eCascadia Daimler bringt Elektro-Lkw mit 400 km Reichweite
    3. Mercedes-Sicherheitsstudie Mit der Lichtdusche gegen den Sekundenschlaf

      •  /