Recycling: Ausgemusterte Windräder enden auf der Müllhalde
Windkraftwerke haben längst einen wichtigen Anteil am Strommix. Doch die Energiewende hat auch eine Kehrseite: Die Windräder sind nur sehr schwer zu recyceln.
In den USA seien derzeit Windanlagen mit einer Leistung von insgesamt 100 Gigawatt installiert, berichtet die US-Tageszeitung Des Moines Register(öffnet im neuen Fenster). Viel Material einer Windturbine könne recycelt werden, sagte Daniel Laird, ein Forscher des US-Energieministeriums der Zeitung, in erster Linie die Metalle wie Stahl oder Kupfer. Ein Problem hingegen seien die großen Flügel. Die machten rund eine Million Tonnen an Kunststoffverbundmaterialien aus, die irgendwann recycelt werden müssten.
Der US-Energieversorger Midamerican Energy, der Windkraftanlagen im Mittleren Westen der USA betreibt, erneuert gerade einen Windpark im US-Bundesstaat Iowa. 110 Turbinen bekommen unter anderem neue Rotorblätter.
Um die etwa 40 Meter großen Flügel abtransportieren zu können, werden sie zunächst in jeweils drei Stück zersägt. Um sie weiterzuverarbeiten, müssen sie zerkleinert werden. Allerdings ist schon das ein Problem.
Damit sie den Belastungen durch Wind und Wetter standhalten können, sind die Flügel sehr stabil. Es komme sogar vor, dass beim Zerkleinern die Maschinen beschädigt würden, sagte Amie Davidson vom Iowa Department of Natural Resources dem Des Moines Register.
Die Flügel bestehen aus einem Verbundmaterial, und diese Werkstoffe sind sehr schwierig zu recyceln. Die Überreste der Windradflügel von Midamerican Energy werden deshalb auf eien Müllhalde im Nachbarbundesstaat Nebraska gebracht.
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