Recup: Lieferando testet Essenslieferungen in Pfandschüsseln

Ein Pilotprojekt in Berlin soll den Verpackungsmüll bei Essenlieferungen durch Lieferando eindämmen. Doch es wirkt kompliziert.

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Pizza jetzt gefaltet in der Bowl?
Pizza jetzt gefaltet in der Bowl? (Bild: Lieferando)

Das Münchner Startup Recup, Hersteller von wiederverwendbaren Essensboxen und Bechern, kooperiert künftig mit dem Essenslieferdienst Lieferando. Das gaben die Partner am 15. September 2021 bekannt (PDF). Besonders seit dem Bestellboom durch die Coronapandemie wächst die Zahl der Essenslieferungen in Einwegboxen aus Styropor- oder Aluminium rasant.

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Bei Lieferando-Bestellungen in Berlin kommt in einem Pilotprojekt das Mehrwegsystem Rebowl zum Einsatz. Der Pilot ist auf drei Monate begrenzt, 30 Restaurants nehmen daran teil und erhalten von Lieferando 40 Mehrwegbehälter.

"Zur Umstellung auf Mehrwegverpackungen benötigen Verbraucher und Gastronomen ein zirkuläres Pfandsystem, in dem sie geeignete Mehrwegbehälter einfach leihen und zurückgegeben können", sagte Lieferando-Geschäftsführerin Katharina Hauke.

"Wir möchten Einweg überflüssig machen, das ist nur mit starken Delivery-Partnern möglich", erklärte Fabian Eckert, Geschäftsführer und Gründer von Recup/Rebowl. Convenience und Nachhaltigkeit seien miteinander kompatibel.

Token im Kommentarfeld der Bestellung

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Zur Bestellung fügen Kunden in das Kommentarfeld ihrer Bestellung einen Liefer-Token aus der Recup-App ein. Daraufhin wird der Pfandbetrag verbucht und man erhält die Lieferando-Bestellung in einer Rebowl. Zurückgegeben werden können diese laut den Angaben bei rund 1.800 Rebowl-Partnern, der hinterlegte Pfandbetrag wird dann ausgezahlt.

Die Restaurants müssen die bestellten Speisen in die Rebowls verpacken und mit der Recup-Partner-App scannen. Bei den Gastronomen wird der Pfandbetrag durch eine monatliche Ausgleichsgutschrift oder -rechnung verrechnet.

Lieferando übervorteilt die Restaurants, oft kleine Familienbetriebe: Bei Auslieferung der Restaurants durch eigene Fahrer kassiert Lieferando 13 Prozent des Bestellwertes. Bei Auslieferung durch Lieferando-Fahrer werden 30 Prozent abgezogen.

Bei den Bestellungen verzeichnet Lieferando weiterhin gute Zahlen. Nachdem die Zahl der Bestellungen im ersten Halbjahr 2020 auf 49 Millionen gestiegen war, betrug sie 2021 bereits im ersten Quartal 39 Millionen. Dennoch hat das Unternehmen im März 2021 die Liefergebühren in zahlreichen deutschen Städten nahezu verdoppelt. Kunden müssen 2,90 Euro pro Bestellung zahlen und nicht mehr wie bisher 1,50 Euro, wenn ihr Essen von Lieferando-Fahrern geliefert wird.

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Nasenbaer 25. Sep 2021

Aber Berlin ist nicht der Bundesdurchschnitt. Auf die schnelle hab ich gefunden, dass...

lestard 17. Sep 2021

Das ist ja sowieso klar. Direkt aus einer Asiette essen ist ja wirklich schräg. Aber ich...

PrinzessinArabella 17. Sep 2021

Die Franzosen werfen dem Deutschen wohl doch zurecht eine schlechte...

sampleman 17. Sep 2021

"Lieferando übervorteilt die Restaurants, oft kleine Familienbetriebe: Bei Auslieferung...



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