Abo
  • IT-Karriere:

Recruiting: Wenn das eigene Wachstum zur Herausforderung wird

Gerade im IT-Bereich können Unternehmen sehr schnell wachsen. Dabei können der Fachkräftemangel und das schnelle Onboarding von neuen Mitarbeitern zum Problem werden. Wir haben uns bei kleinen Startups und Großkonzernen umgehört, wie sie in so einer Situation mit den Herausforderungen umgehen.

Artikel von Robert Meyer veröffentlicht am
Zu schnelles Wachstum ist nicht immer leicht zu bewältigen.
Zu schnelles Wachstum ist nicht immer leicht zu bewältigen. (Bild: Pixabay / Montage: Golem.de/CC0 1.0)

Eigentlich sind die Büros schon wieder zu klein. Erst vor zwei Jahren ist das Startup Talentry in diese Büroräume in der Münchner Innenstadt umgezogen. Altbau mit Startup-Feeling - hohe Decken, dunkelgrau gestrichene Wände, knarzender Holzboden. Gegenüber vom Eingang steht eine der roten Telefonzellen aus Großbritannien, die man fast nur noch aus Filmen kennt.

Inhalt:
  1. Recruiting: Wenn das eigene Wachstum zur Herausforderung wird
  2. Nicht einen Mitarbeiter holen, drei verlieren
  3. Alle Mitarbeiter sind am Recruiting beteiligt

Knapp 50 Mitarbeiter arbeiten derzeit bei der Recruitment-Plattform, in diesem Jahr kommen 20 neue hinzu. Ein schnelles Wachstum für einen Betrieb, den es erst seit sechs Jahren gibt. Gerade Startups wachsen oft extrem schnell. So schnell, dass es dem Unternehmen über den Kopf wachsen kann - vor allem, wenn nicht genügend qualifizierte Mitarbeiter auf dem Markt sind. Wie geht man als IT-Unternehmen mit solchen Problemen um?

Keine Kompromisse machen

Die Situation auf dem Arbeitsmarkt sei die größte Herausforderung für zügig expandierende Firmen in dieser Branche, sagt Martina van Hettinga. Sie ist Managing Partner bei den Personalberatern von i-potentials und steht stark wachsenden Digitalunternehmen mit ihrem Rat zur Seite. Alle Unternehmen suchten die gleichen Profile bei Bewerbern - und wegen der Digitalisierung der gesamten Wirtschaft kämpften nicht nur IT-Firmen um die wenigen Spezialisten auf dem Markt, sondern auch Mittelständler aus anderen Branchen, berichtet die Beraterin.

Muss man als schnell wachsendes Unternehmen also Kompromisse machen - Hauptsache, die offenen Stellen werden besetzt? Vor dieser Frage stand auch das Talentry-Team, als es neue Mitarbeiter suchte und im weitestgehend leergefegten deutschen Arbeitsmarkt nicht fündig wurde. Es richtete den Blick ins Ausland und fand einen potenziellen Bewerber in Serbien. Das Problem: Er konnte kein Deutsch - die Firmensprache. Nun musste sich Talentry entscheiden: auf den gut qualifizierten Bewerber verzichten oder sich als Startup selbst anpassen?

Stellenmarkt
  1. SSP Deutschland GmbH, Frankfurt
  2. Bechtle Onsite Services GmbH, Stuttgart

Carl Hoffmann und sein Team von Talentry wollten den Mitarbeiter und entschieden sich für Englisch als Firmensprache. Was die technischen Fähigkeiten angehe, sei Talentry ziemlich "picky", sagt Hoffmann. Wenn es aber beispielsweise um die Sprache gehe, könne man durchaus Kompromisse machen. Das rät auch Beraterin Martina van Hettinga. Abstriche bei der Suche nach Bewerbern dürfe man nur machen, "was Erfahrung und erlernbare Skills angeht".

Nicht einen Mitarbeiter holen, drei verlieren 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Sandisk 512-GB-SSD für 55,00€, WD Elements Exclusive Edition 2 TB für 59,00€ und Abend...
  2. 31,99€
  3. 139,00€ (Bestpreis!)
  4. (aktuell u. a. Speedlink Velator Gaming-Tastatur für 9,99€, Deepcool New Ark Gehäuse für 249...

WalterSobchak 13. Sep 2019 / Themenstart

Also Angestellter gewesen dort und nun gefeuert. Und nun? Wirst Du wieder mit 100k...

Cane 12. Sep 2019 / Themenstart

Diese Abfälligkeit bzw. Respektlosigkeit gegenüber einer akademischen Ausbildung...

Snowi 10. Sep 2019 / Themenstart

Die beiden kann ich als Berufsanfänger durchaus so unterstützen. Ich kenne genug (incl...

Trockenobst 09. Sep 2019 / Themenstart

Alles erlebt. Chef kommt tiefgebräunt aus dem Urlaub, die Mannschaft pumpt seit Mai in...

ubuntu_user 09. Sep 2019 / Themenstart

Man zahlt teilweise 3 Monatsgehälter als Unternehmen an Personalvermittler. Gleichzeitig...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Acer Predator Helios 700 - Hands on (Ifa 2019)

Was für ein skurriles Gerät: Golem.de schaut sich das Gaming-Notebook Predator Triton 700 von Acer an und probiert die Schiebetastatur aus.

Acer Predator Helios 700 - Hands on (Ifa 2019) Video aufrufen
Elektrautos auf der IAA: Die Gezeigtwagen-Messe
Elektrautos auf der IAA
Die Gezeigtwagen-Messe

IAA 2019 Viele klassische Hersteller fehlen bei der IAA oder zeigen Autos, die man längst gesehen hat. Bei den Elektroautos bekommen alltagstaugliche Modelle wie VW ID.3, Opel Corsa E und Honda E viel Aufmerksamkeit.
Ein Bericht von Dirk Kunde

  1. Elektromobilität Stromwirtschaft will keine Million öffentlicher Ladesäulen
  2. Umfrage Kunden fühlen sich vor Elektroautokauf schlecht beraten
  3. Batterieprobleme Auslieferung des e.Go verzögert sich

Manipulierte Zustimmung: Datenschützer halten die meisten Cookie-Banner für illegal
Manipulierte Zustimmung
Datenschützer halten die meisten Cookie-Banner für illegal

Nur die wenigsten Cookie-Banner entsprechen den Vorschriften der DSGVO, wie eine Studie feststellt. Die Datenschutzbehörden halten sich mit Sanktionen aber noch zurück.
Ein Bericht von Christiane Schulzki-Haddouti

  1. Chrome & Privacy Google möchte uns in Zukunft anders tracken
  2. Tracking Google und Facebook tracken auch auf vielen Pornoseiten
  3. Android Apps kommen auch ohne Berechtigung an Trackingdaten

Dick Pics: Penis oder kein Penis?
Dick Pics
Penis oder kein Penis?

Eine Studentin arbeitet an einer Software, die automatisch Bilder von Penissen aus Direktnachrichten filtert. Wer mithelfen will, kann ihr Testobjekte schicken.
Ein Bericht von Fabian A. Scherschel

  1. Medienbericht US-Regierung will soziale Netzwerke stärker überwachen
  2. Soziales Netzwerk Openbook heißt jetzt Okuna
  3. EU-Wahl Spitzenkandidat Manfred Weber für Klarnamenpflicht im Netz

    •  /