• IT-Karriere:
  • Services:

Nicht einen Mitarbeiter holen, drei verlieren

Vor allem müssten die Bewerber die Firmenkultur teilen, gemeinsame Werte wie proaktives Arbeiten, Selbstreflexion oder Transparenz, sagt Hoffmann. Ansonsten könne es zu Konflikten kommen. Man dürfe nicht einen Mitarbeiter holen, "dafür aber drei verlieren". Herausfinden könne man das bereits beim Bewerbungsgespräch. Einerseits teste man bei Talentry die technischen Fähigkeiten der Bewerber, andererseits müssten Jobkandidaten beim Bewerbungsgespräch das Team kennenlernen. So merke man schnell, ob die Person in die Firmenkultur passe.

Stellenmarkt
  1. iC Consult GmbH, München
  2. AKDB Anstalt für kommunale Datenverarbeitung in Bayern, verschiedene Standorte

Gleichzeitig ist es entscheidend, für die möglichen Bewerber attraktiv zu sein. Deshalb müsse man ihnen gerade bei schnellem Wachstum mehr bieten als einfach nur einen Arbeitsplatz, sagt Martina van Hettinga. Kostenloses Obst oder ein Tischkicker für die Mittagspause seien kein Wettbewerbsvorteil mehr, sagt die Beraterin.

Entscheidend sei für junge Talente eine passende Unternehmensvision, sagt van Hettinga. Was bewege ich mit meiner Arbeit? Diese "Purpose" müsse möglichst konkret und sinnstiftend sein. Sätze wie "Wir wollen das nächste Unicorn werden" begeisterten heutzutage nur noch die wenigsten Bewerber.

Recruiting ist Chefsache

Doch wo findet man passende Bewerber überhaupt? Für Martina van Hettinga kommt es vor allem darauf an, Recruiting zu einem zentralen Teil der Firmenstrategie und Zukunftsplanung zu machen. "Recruiting ist Chefsache", gerade bei Startups, sagt die Beraterin von i-potentials. Um neue Talente zu finden, müsse man aktiv und zielgruppengerecht vorgehen.

Wichtig sei es, aktiv nach Kandidaten zu suchen, viel Zeit zu investieren und auch das gesamte Team einzubeziehen. Bei Talentry seien Mitarbeiterempfehlungen ein wichtiges Recruiting-Instrument, sagt zum Beispiel Carl Hoffmann. So geht es auch größeren Firmen. Das Software-Unternehmen Valantic hat im vergangenen Jahr ein Drittel seiner neuen Mitarbeiter durch solche Empfehlungen gefunden.

Darüber hinaus könne man sich auch einen Talentpool aufbauen, aus dem man sich bedienen könne, so Beraterin Martina van Hettinga. Ein solches Konzept verfolgt zum Beispiel das Münchner IT-Startup Motius. Das Unternehmen besteht nicht nur aus den knapp 40 festen Mitarbeitern, sondern hat auch einen Pool mit ungefähr 800 Talenten - Freelancer, Studenten, Young Professionals und Doktoranden. Eigentlich ist dieser Pool dazu gedacht, für jedes zu entwickelnde Produkt schnell und flexibel ein passendes Team zusammenzustellen.

Doch dieser Pool ist zu einem wichtigen Recruitinginstrument für Motius geworden. Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen laut eigenen Angaben 25 neue Mitarbeiter eingestellt - ein Großteil kam aus dem Pool. Mit diesen Fachkräften habe man schließlich schon zusammengearbeitet und wisse deshalb, dass sie zur Unternehmenskultur passen, sagt Motius-Mitgründer Sören Gunia. Ob dieses Konzept auch für andere Unternehmen geeignet ist, daran zweifelt Gunia: "Es kann funktionieren. Dafür muss es aber einen kulturellen Wandel geben." Die Talente bekämen durch das Pool-Konzept eine modernere und agilere Arbeitseinstellung, was zu vielen Firmen noch nicht passe.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Recruiting: Wenn das eigene Wachstum zur Herausforderung wirdAlle Mitarbeiter sind am Recruiting beteiligt 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5.  


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de
  2. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

WalterSobchak 13. Sep 2019

Also Angestellter gewesen dort und nun gefeuert. Und nun? Wirst Du wieder mit 100k...

Cane 12. Sep 2019

Diese Abfälligkeit bzw. Respektlosigkeit gegenüber einer akademischen Ausbildung...

Anonymer Nutzer 10. Sep 2019

Die beiden kann ich als Berufsanfänger durchaus so unterstützen. Ich kenne genug (incl...

Trockenobst 09. Sep 2019

Alles erlebt. Chef kommt tiefgebräunt aus dem Urlaub, die Mannschaft pumpt seit Mai in...

ubuntu_user 09. Sep 2019

Man zahlt teilweise 3 Monatsgehälter als Unternehmen an Personalvermittler. Gleichzeitig...


Folgen Sie uns
       


    •  /