Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Golem Plus Artikel
Recruiting:
Personalauswahl mit KI kann Unternehmen schaden

Software ist objektiv und kennt keine Vorurteile, das macht Künstliche Intelligenz interessant für die Personalauswahl. Ist KI also besser als Personaler? Die Bewerber sind skeptisch und die Wissenschaft liefert keinen Beweis dafür.
/ Peter Ilg
10 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
KI im Recruiting schrecke Bewerber ab, sagt ein Wirtschaftspsychologe. (Bild: Pixabay)
KI im Recruiting schrecke Bewerber ab, sagt ein Wirtschaftspsychologe. Bild: Pixabay

Firmen setzen in vielen Bereichen KI ein, aber einer wird dabei auffällig ausgespart: das Recruiting. Dabei würde es sich doch anbieten, mutmaßlich vorurteilsfreie Software einzusetzen, um Bewerber und Job zu matchen – oder? Laut einer Bitkom-Studie(öffnet im neuen Fenster) nutzt rund ein Fünftel der Firmen KI etwa zur Vorauswahl von Bewerbern. Aber wer bei Unternehmen direkt nachfragt, erntet Schweigen. Warum nur trauen sich die Unternehmen nicht öffentlich zu sagen, was ihnen der Einsatz von KI bringt – oder eben nicht?

Immerhin ein bekanntes Unternehmen sagte auf Anfrage der Redaktion, dass es den Einsatz von KI im Recruiting plane. Auf alle anderen Anfragen folgten Absagen, mit stets freundlichen, aber inhaltslosen Begründungen: Sie wollten einfach nichts zum Thema sagen. Firmen, die KI schon im Recruiting nutzen, sind zweifellos in einer Vorreiterrolle. "Nach meinem Eindruck setzen nur ganz wenige Unternehmen KI in der Personalauswahl ein und ich meine, das ist auch gut so, weil die Technologien nicht ausgereift sind," sagt Uwe Kanning, Professor für Wirtschaftspsychologie an der Hochschule Osnabrück.

Golem Plus Artikel