• IT-Karriere:
  • Services:

Recruiting: Alle Einstellungsprozesse sind fehlerhaft

Worauf sollen Unternehmen achten, wenn sie Entwickler einstellen? Das wird derzeit heftig diskutiert. Und alles hat seine Nachteile.

Artikel von Rajiv Prabhakar, übersetzt von veröffentlicht am
Den richtigen Bewerber auszuwählen, ist schwer.
Den richtigen Bewerber auszuwählen, ist schwer. (Bild: Pixabay / Montage: Golem.de)

Ich habe die Übersicht verloren, wie viele Artikel über die Auswahl neuer Mitarbeiter ich in den vergangenen Jahren gelesen habe. Alle sind gleich aufgebaut. Zuerst wird der Einstellungsprozess als solcher für fehlerhaft erklärt. Dann werden die Einstellungspraktiken des Unternehmens XYZ beschrieben. In einer extrem gründlichen Analyse werden alle erdenklichen Wege aufgezeigt, wie solche Praktiken manipuliert werden oder zu schlechten Ergebnissen führen können. Und abschließend wird erklärt, es sollten für Einstellungen stattdessen lieber die Kriterien ABC zugrunde gelegt werden. Eine Woche später folgt woanders der nächste Essay, in dem die Methode ABC zerpflückt wird.

Inhalt:
  1. Recruiting: Alle Einstellungsprozesse sind fehlerhaft
  2. Und was ist mit Probearbeit oder Quellcode?
  3. Wissensfragen, Denkaufgaben und Live-Coding
  4. Was tun?

Ich habe mittlerweile fast jede mögliche Kombination von ABC und XYZ gelesen. Aus Spaß habe ich schon überlegt, sie alle zu sammeln.

Viele Leute haben sehr leidenschaftliche Ansichten darüber, wie man richtig und falsch Mitarbeiter einstellt. Ehrlich gesagt, habe ich das Interesse an den Meinungen und Anekdoten anderer verloren. So lange nicht jemand in einer gründlichen wissenschaftlichen Studie verschiedene Techniken für Vorstellungsgespräche untersucht, am besten randomisiert und doppelblind, hat es keinen Sinn, das Pferd noch weiter totzureiten. Alle Einstellungskriterien sind schlecht, und es gibt keine, die besser sind als die anderen. Bei allen gibt es Argumente dafür und dagegen, wie ich aus meinen Erfahrungen bei Intel und Sun und in den vergangenen Jahren bei Amazon, Google, Engineers Gate und ein paar eigenen Startups weiß.

Darauf achten, bei welchen Unternehmen ein Bewerber vorher gearbeitet hat

Pro

  • Die Personalabteilungen großer Unternehmen stecken enorm viel Geld und Arbeitskraft in die Rekrutierung der talentiertesten Persönlichkeiten. Warum sollte man diese Investitionen und Expertise nicht für sein eigenes Unternehmen nutzen?
  • Unternehmen sind üblicherweise aussagekräftiger für die technischen Fähigkeiten, die ein Softwareentwickler braucht.
  • Von einem guten Unternehmen eingestellt zu werden, erfordert viel Arbeit und Intelligenz. Das können gute Voraussetzungen für Erfolg im Job sein.

Stellenmarkt
  1. AdS Consulting GmbH, Aschaffenburg
  2. über duerenhoff GmbH, Wien (Österreich)

Contra

  • Die Unternehmen setzen auf fehlerhafte Einstellungsprozesse, daher sollte man sich darauf nicht verlassen.
  • Das funktioniert nicht bei Bewerbern, die frisch von der Uni kommen.
  • Es entsteht eine Endlosschleife, in der jemand, der einmal von Google abgelehnt wurde, nie wieder eine Chance bekommt.

Auf die Universität achten, die ein Bewerber besucht hat (für die USA relevant)

Pro

  • Die Zulassungsbehörden von Eliteuniversitäten stecken enorm viel Geld und Arbeitskraft in die Rekrutierung der talentiertesten Persönlichkeiten. Warum sollte man diese Investitionen und Expertise nicht für sein eigenes Unternehmen nutzen?
  • Gute Universitäten haben meistens gute Professoren, andere gute Studenten und anspruchsvolle Kurse, was wiederum auf den Bewerber abgefärbt haben dürfte.
  • Auf einer Eliteuniversität aufgenommen zu werden, erfordert viel Arbeit und Intelligenz. Das können gute Voraussetzungen für Erfolg im Job sein.

Contra

  • Es gibt an jeder Uni Idioten. Ja, sogar in Stanford.
  • Zulassungsbehörden von Eliteuniversitäten bevorzugen auf unfaire Weise die reichen und gut vernetzten Bewerber. Indem man diese Praktiken belohnt, diskriminiert man arme, nicht gut vernetzte Menschen und Angehörige von Minderheiten.
  • Die Fähigkeiten, die man für die Aufnahme in einer Eliteuniversität wie Stanford braucht, sind für den Joberfolg eines Softwareentwicklers nicht relevant.
  • Ob du mit 17 ein guter Schüler warst, sagt nichts darüber aus, wer du mit 25 bist.

Nach Referenzen fragen

Pro

  • Gibt Einblick in die tatsächlichen beruflichen Leistungen des Bewerbers.

Contra

Selbst Referenzen recherchieren

Pro

  • Man erhält ein ausgewogenes Bild der tatsächlichen beruflichen Leistungen des Bewerbers.

Contra

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Und was ist mit Probearbeit oder Quellcode? 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5.  


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-78%) 2,15€
  2. 7,99€
  3. (-83%) 9,99€
  4. (u. a. The Bradwell Conspiracy für 8,99€, Days of War: Definitive Edition für 8,30€, The King...

BLi8819 28. Aug 2019

Interviewer: Was ist 5+5? Bewerber: 10 Interviewer: Sie sind leider raus. Die richtige...

Anonymer Nutzer 24. Aug 2019

Bei mir waren es im ersten Gespräch nur Personaler, dann an einem zweiten Termin...

Kleba 24. Aug 2019

Es kann ja sein, dass du keinen guten Erfahrungen mit Projektleitern gemacht hast, aber...

derdiedas 22. Aug 2019

Nein - einfach deinem Bauchgefühl vertrauen. Am Ende ist neben der fachlichen Eignung (an...

baeri 22. Aug 2019

Genau das kann ich so Unterschreiben. Zugegeben, ich arbeite nicht in den größten Städten...


Folgen Sie uns
       


Golem.de baut das Makerphone zusammen (Zeitraffer)

Das Makerphone ist ein Handy zum Zusammenbauen. Kinder wie auch Erwachsene können so die Funktionsweise eines Mobiltelefons nachvollziehen.

Golem.de baut das Makerphone zusammen (Zeitraffer) Video aufrufen
DSGVO: Nicht weniger als Staatsversagen
DSGVO
Nicht weniger als Staatsversagen

Unterfinanziert und wirkungslos - so zeigen sich die europäischen Datenschutzbehörden nach zwei Jahren DSGVO gegenüber Konzernen wie Google und Facebook.
Eine Analyse von Christiane Schulzki-Haddouti

  1. DSGVO Proton vergisst Git-Zugang auf Datenschutzwebseite
  2. DSGVO Iren sollen Facebook an EU-Datenschützer abgeben
  3. Datenschutz Rechtsanwaltskanzlei zählt 160.000 DSGVO-Verstöße

Core i9-10900K & Core i5-10600K im Test: Die Letzten ihrer Art
Core i9-10900K & Core i5-10600K im Test
Die Letzten ihrer Art

Noch einmal 14 nm und Skylake-Architektur: Intel holt alles aus der CPU-Technik heraus, was 250 Watt rein für die CPU bedeutet.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Comet Lake Intels vPro-Chips takten höher
  2. Comet Lake S Intel tritt mit 250-Watt-Boost und zehn Kernen an
  3. Core i7-10875H im Test Comet Lake glüht nur auf einem Kern

Realme X50 Pro im Test: Der Oneplus-Killer
Realme X50 Pro im Test
Der Oneplus-Killer

Oneplus bezeichnete sich einst als "Flagship-Killer", mittlerweile stellt sich die Frage, wer hier für wen gefährlich wird: Das X50 Pro des Schwesterunternehmens Realme ist ein wahrer "Oneplus-Killer".
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Astro Slide Neues 5G-Smartphone mit aufschiebbarer Tastatur
  2. Galaxy S20 Ultra im Test Samsung beherrscht den eigenen Kamerasensor nicht
  3. Red Magic 5G Neues 5G-Gaming-Smartphone kommt mit 144-Hz-Display

    •  /