Abo
  • Services:

Record and Replay: Aufnahmen debuggen statt Echtzeit-Programme

Eine fehlerhafte Ausführung aufnehmen, dann sooft wie nötig das Gleiche abspielen und debuggen: Das soll RR unter Linux leisten. Bisher funktioniert das Mozilla-Projekt aber nur bei Fehlern im Firefox richtig.

Artikel veröffentlicht am ,
RR wird bisher nur für Firefox genutzt.
RR wird bisher nur für Firefox genutzt. (Bild: Mozilla)

Record and Replay (RR) - aufnehmen und wieder abspielen - lautet das Konzept und der Name eines Debugging-Tools, das Mozilla-Entwickler für die Fehlerbehebung bei Firefox erstellt haben. Damit soll das nichtdeterministische Ausführen eines Programms aufgezeichnet werden, beim anschließenden Abspielen werden die immer wieder gleichen Prozesse, Register- und Speicherinhalte zum Beheben der Fehler benutzt - sooft der Entwickler dies möchte.

 
Video: Demo von RR - Mozilla

Erweiterung zu GDB

Stellenmarkt
  1. Deloitte, Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, München
  2. Porsche Digital GmbH, Ludwigsburg

Wird eine Anwendung mit RR ausgeführt, zeichnet das Werkzeug den gesamten Prozessbaum unter Linux auf und speichert ihn auf der Festplatte. Neben den Prozessen, Subprozessen und Threads zeichnet RR auch Adressräume, deren Inhalte, verwendete Register oder auch die für Systemaufrufe genutzten Daten auf.

Über eine Schnittstelle an den Gnu-Debugger-Server lässt sich das Programm wie gewohnt untersuchen. Allerdings wird immer die erstellte Aufnahme gestartet, statt wie sonst üblich eine neue Instanz des Programms. Dadurch sind etwa Speicherzuweisungen in jedem Durchlauf gleich, wodurch die Speicheradressen vergleichsweise einfach überprüft werden können.

Hilfreich mit Einschränkungen

Bei der Entwicklung von RR legten die Programmierer vor allem Wert darauf, dass das Werkzeug die Kopie nicht viel langsamer ausführt als die tatsächliche Anwendung. Allerdings gibt Robert O'Callahan zu, dass Mozilla aufgegeben habe, die Leistung in diesem Bereich zu verbessern, da die Beteiligten mit der bisherigen Geschwindigkeit zufrieden seien.

Das Team hält es auch für sehr wahrscheinlich, dass sich RR für eine Vielzahl unterschiedlicher C- und C++-Projekte eigne, auch wenn es bisher nur für das Debuggen von Firefox verwendet worden sei. Mozilla sei aber offen für Rückmeldungen oder auch Beiträge zum Code, insbesondere für Hinweise auf oder auch die Bereinigung von Fehlern in RR.

Bis jetzt emuliert RR nur einen Einkernrechner, so dass auf Parallelisierung ausgelegte Programme erheblich verlangsamt werden. Ebenso werden derzeit nur 32-Bit-Anwendungen der x86-Architektur unterstützt und auch Prozesse, die mit Shared-Memory arbeiten, lassen sich nicht zufriedenstellend verwenden.

Das Entwickler-Team hofft aber, dass künftig viele Projekte RR benutzten und zum Ausbau des Programms beitragen. Der Quellcode von RR steht zum Download über Github bereit, Pakete für Fedora oder Ubuntu stehen ebenfalls bereit. Bis jetzt funktioniert RR wegen spezieller Anpassungen nur unter Intels Sandy-Bridge- und Ivy-Bridge-Architekturen, die Unterstützung für Haswell soll aber noch folgen.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 24,99€
  2. (-56%) 10,99€
  3. (-70%) 8,99€
  4. 9,95€

Marenz 02. Apr 2014

Und was wenn der Bug aufgrund eines bestimmten IO (Netzwerk, Disk, User Eingabe...

Jaleks 27. Mär 2014

Setzte sich dieses possierliche Progrämmchen durch, würde uns dies ja nun endlich die...


Folgen Sie uns
       


Geforce RTX 2070 - Test

Wir haben uns zwei Geforce RTX 2070, eine von Asus und eine von MSI, angeschaut. Beide basieren auf einem TU106-Chip mit 2.304 Shader-Einheiten und einem 256-Bit-Interface mit GByte GDDR6-Speicher. Das Asus-Modell hat mehr Takt und ein höhere Power-Target sowie eine leicht bessere Ausstattung, die MSI-Karte ist mit 520 Euro statt 700 Euro aber günstiger. Beide Geforce RTX 2070 schlagen die Geforce GTX 1080 und Radeon RX Vega 64.

Geforce RTX 2070 - Test Video aufrufen
Gaming-Tastaturen im Test: Neue Switches für Gamer und Tipper
Gaming-Tastaturen im Test
Neue Switches für Gamer und Tipper

Corsair und Roccat haben neue Gaming-Tastaturen auf den Markt gebracht, die sich vor allem durch ihre Switches auszeichnen. Im Test zeigt sich, dass Roccats Titan Switch besser zum normalen Tippen geeignet ist, aber nicht an die Geschwindigkeit des Corsair-exklusiven Cherry-Switches herankommt.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Azio RCK Retrotastatur wechselt zwischen Mac und Windows-Layout
  2. OLKB Planck im Test Winzig, gerade, programmierbar - gut!
  3. Alte gegen neue Model M Wenn die Knickfedern wohlig klackern

IT: Frauen, die programmieren und Bier trinken
IT
Frauen, die programmieren und Bier trinken

Fest angestellte Informatiker sind oft froh, nach Feierabend nicht schon wieder in ein Get-together zu müssen. Doch was ist, wenn man kein Team hat und sich selbst Programmieren beibringt? Women Who Code veranstaltet Programmierabende für Frauen, denen es so geht. Golem.de war dort.
Von Maja Hoock

  1. Software-Entwickler CDU will Online-Weiterbildung à la Netflix
  2. Job-Porträt Cyber-Detektiv "Ich musste als Ermittler über 1.000 Onanie-Videos schauen"
  3. Bundesagentur für Arbeit Ausbildungsplätze in der Informatik sind knapp

Mars Insight: Nasa hofft auf Langeweile auf dem Mars
Mars Insight
Nasa hofft auf Langeweile auf dem Mars

Bei der Frage, wie es im Inneren des Mars aussieht, kann eine Raumsonde keine spektakuläre Landschaft gebrauchen. Eine möglichst langweilige Sandwüste wäre den beteiligten Wissenschaftlern am liebsten. Der Nasa-Livestream zeigte ab 20 Uhr MEZ, dass die Suche nach der perfekten Langeweile tatsächlich gelang.

  1. Astronomie Flüssiges Wasser auf dem Mars war Messfehler
  2. Mars Die Nasa gibt den Rover nicht auf
  3. Raumfahrt Terraforming des Mars ist mit heutiger Technik nicht möglich

    •  /