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Reconfigurable Wheel-Track: Darpa erfindet das Rad neu

Bei vielen Entwicklungen wird gesagt, es sei nicht nötig, das Rad neu zu erfinden. Die Darpa, Forschungsagentur des US-Verteidigungsministeriums, hat genau das getan, um Autos wendiger und geländegängiger zu machen.

Artikel veröffentlicht am ,
Reconfigurable Wheel-Track: Das Rad verformt sich während der Fahrt in Sekunden.
Reconfigurable Wheel-Track: Das Rad verformt sich während der Fahrt in Sekunden. (Bild: Darpa/Screenshot: Golem.de)

Das Rad ist rund. Das gilt seit Jahrtausenden, aber nicht mehr für alle Fahrzeuge des US-Militärs: Humvees (High Mobility Multipurpose Wheeled Vehicles) sollen künftig mit Rädern ausgestattet werden, die ihre Form ändern können. Damit sollen die Fahrzeuge geländegängiger werden.

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Reconfigurable Wheel-Track (RWT) nennt die Defense Advanced Research Projects Agency (Darpa) das Rad. Es besteht aus einer Kette aus einem Kunststoff und einer dreigeteilten Felge. Im Normalbetrieb dreht sich das ganze Rad. Für den Einsatz im Gelände wird es auf Kettenbetrieb umgestellt.

Dann verformt es sich zu einem Dreieck. Das Rad selbst bleibt stehen, die drei Elemente der Felge werden zum Antrieb für die Kette, auf der das Fahrzeug dann fährt. Das Umschalten von Rad- auf Kettenbetrieb dauert nur wenige Sekunden und geschieht während der Fahrt.

Räder ermöglichen schnelles Fahren auf festem Untergrund. Auf anderen Böden hingegen sind sie weniger praktisch. Ausgestattet mit den an der Carnegie Mellon University entwickelten RWTs sollen die Humvees wendiger werden.

Das RWT ist Teil des Darpa-Programms Ground X-Vehicle Technologies (GXV-T). Dessen Ziel sei, "die Mobilität, Überlebensfähigkeit, Sicherheit und Effektivität künftiger Kampffahrzeuge ohne Panzerung zu verbessern", heißt es in einer Mitteilung der Forschungsagentur des US-Verteidigungsministeriums. Dazu gehören auch elektrische Nabenmotoren, die eine bessere Beschleunigung und Manövrierfähigkeit ermöglichen sollen, sowie neuartige Radaufhängungen, die Fahrzuge geländegängiger machen sollen.

Bildschirme statt Fenster

Der zweite Bereich des GXV-T-Programms bezieht sich auf die Sicht der Insassen: Aus Sicherheitsgründen haben Fahrzeuge, die auf dem Schlachtfeld eingesetzt werden, nur kleine Fenster, die wenig Übersicht ermöglichen. Im Auftrag der Darpa haben Forschungseinrichtungen und Unternehmen Systeme entwickelt, die den Insassen eines Fahrzeugs eine komplette Rundumsicht gewähren.

Sensoren wie Kameras oder Lidar erfassen die Umgebung, der Fahrer bekommt die Rundumsicht auf einem Bildschirm angezeigt. Das Fahrzeug der Zukunft braucht demnach gar keine Fenster mehr. Eines dieser Systeme lässt sich zudem mit der Fahrzeugsteuerung koppeln, die autonomes Fahren im Gelände ermöglicht.

"Wir prüfen, wie wir die Überlebensfähigkeit verbessern können, indem wir das Cockpit zumachen und der Besatzung Fahrerassistenzhilfen zur Verfügung stellen", sagt Programmleiterin Amber Walker. "Für die Mobilität haben wir einen radikal anderen Ansatz gewählt, indem wir die Panzerung vermeiden und stattdessen Möglichkeiten entwickeln, uns schnell zu bewegen und in jedem Gelände beweglich zu sein."



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heureka47 08. Aug 2018

Für eine Reihe von gesundheitlichen Störungen ist der Zusammenhang mit (der...

Baron Münchhausen. 26. Jun 2018

Zieht aber Scheibenputzer nicht so an. ^^

SanderK 26. Jun 2018

Warum eigentlich nicht, die versponnen Gedanken von damals, auf Machbarkeit heute prüfen :-)

Niaxa 26. Jun 2018

Ich habe auch nicht auf einen Millionärsfahrzeugbeitrag geantwortet.


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