• IT-Karriere:
  • Services:

Telekom fordert gleiche Regeln für Standortdaten

Allerdings würden für gleiche Daten nicht immer die gleichen Regeln gelten, sagte Ulmer. Ein Beispiel seien die von Firmen wie Google erhobenen GPS-Daten der Android-Nutzer, die anders als die Standortdaten der Provider nicht von der Datenschutzgrundverordnung betroffen seien. "Das halte ich für abstrus", sagte Ulmer und verwies auf die in dieser Woche bekanntgewordene Praxis von Google, sogar ohne GPS eine genaue Standortangabe der Nutzer zu erhalten.

Stellenmarkt
  1. Schwarz Dienstleistung KG, Raum Neckarsulm
  2. Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie - Abteilung Zentraler Service, Berlin

Zudem stört sich die Telekom daran, dass nach der ePrivacy-Verordnung eine Weiterverarbeitung von Daten nur anonym oder mit Zustimmung des Nutzers möglich ist. Die Datenschutzgrundverordnung biete hingegen mehr Möglichkeiten, je nach Interessenabwägung zwischen Nutzer und Anbieter. Laut Ulmer ist jedoch nicht möglich, immer nur mit anonymen Daten zu arbeiten, um bestimmte Abläufe nachvollziehen zu können. Zudem sei gerade für große Unternehmen wie die Telekom eine Übergangsfrist von einem Jahr sinnvoll, um die Prozesse umstellen zu können.

"Unternehmen haben Hosen gestrichen voll"

Der Grünen-Politiker Albrecht appellierte an alle Beteiligten, die Verhandlungen "sehr ernst zu nehmen". Sollte es bis Mai 2018 nicht zu einer Einigung zwischen Parlament und Mitgliedsstaaten kommen, werde dies "erhebliche Konsequenzen" und eine "große Rechtsunsicherheit" zur Folge haben. Sollte die Datenschutzgrundverordnung dann anstelle der ePrivacy-Richtlinie angewendet werden müssen, stürze das "viele Verarbeiter in eine völlig andere Situation".

Was besonders problematisch ist: Von Mai 2018 gelten dann die hohen Bußgelder für Datenschutzverstöße, die vier Prozent des Gesamtumsatzes betragen können. Nach Ansicht Ulmers haben die betroffenen Unternehmen angesichts der hohen Sanktionsdrohungen "die Hosen gestrichen voll". Diese Drohung habe "einen unheimlichen Motivationscharakter". Daher könne man davon ausgehen, dass in Zukunft mehr Unternehmen die Datenschutzanforderungen erfüllten.

Verordnung kommt auf jeden Fall

Die Möglichkeit, dass die ePrivacy-Verordnung am Ende ganz scheitern wird, schloss Selmayr am Donnerstag aus. "Vielleicht ein bisschen später, vielleicht etwas früher, aber sie wird in Kraft treten." Dafür gebe es Mehrheiten im Parlament und in den Mitgliedsstaaten. Von einer Verzögerung würden weder Verbraucher noch Firmen profitieren, weil dann verschiedene Regelungen nebeneinander gelten würden, von denen sich am Ende die Datenschutzgrundverordnung durchsetzen werde. Zudem seien viele Inhalte der ePrivacy-Verordnung durchaus wirtschaftsfreundlich. Diese Botschaft scheint in der deutschen Wirtschaft jedoch noch nicht angekommen zu sein.

Nachtrag vom 24. November 2017, 18:03 Uhr

Die AGOF teilte auf Anfrage von Golem.de mit, dass aus Artikel 8 der geplanten Verordnung nicht eindeutig hervorgehe, was eine Webanalyse-Agentur sei und wann diese im öffentlichen Interesse handele. Hier müsse klar festgestellt werden, dass Marktforschung im öffentlichen Interesse erfolge und damit von der Ausnahmeregelung umfasst sei.

Mit Blick auf das Tracking durch Drittanbieter hält es die AGOF für unrealistisch zu glauben, dass ein Nutzer "die Notwendigkeit einer Reichweitenmessung für den gesamten Online-Markt überblicken wird". Es sei vielmehr davon auszugehen, dass der Nutzer einer ersten Intuition folgend alle Drittanbieter sperren werde. Damit würde diese Standardeinstellung die Privilegierung aus Artikel 8 ins Leere laufen lassen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Tracking durch Drittanbieter wird verboten
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  2. (u. a. Roccat Kain 122 Aimo für 53,99€, Roccat Kain 200 Aimo für 74,99€)

WalterWhite 27. Nov 2017

DPA ist Propaganda der Eliten!

/mecki78 27. Nov 2017

Nein. Bei öffentlichen Interesse geht es darum, ob etwas dem Gemeinwohl dient. Also ob...

logged_in 26. Nov 2017

Kann mir gut vorstellen, dass wenn die eine oder andere Großbank möchte, dass das noch...

Sammie 25. Nov 2017

Tracking-Methoden basieren nicht nur auf Cookies, sondern in vielen Teilen auch auf...

egal 25. Nov 2017

Glückwunsch, du hast gerade den Unterschied zwischen früher und heute erkannt! ;-) panta rhei


Folgen Sie uns
       


Eigene Deep Fakes mit DeepFaceLab - Tutorial

Wir zeigen im Video, wie man mit DeepFaceLab arbeitet.

Eigene Deep Fakes mit DeepFaceLab - Tutorial Video aufrufen
Nitropad im Test: Ein sicherer Laptop, der im Alltag kaum nervt
Nitropad im Test
Ein sicherer Laptop, der im Alltag kaum nervt

Das Nitropad schützt vor Bios-Rootkits oder Evil-Maid-Angriffen. Dazu setzt es auf die freie Firmware Coreboot, die mit einem Nitrokey überprüft wird. Das ist im Alltag erstaunlich einfach, nur Updates werden etwas aufwendiger.
Ein Praxistest von Moritz Tremmel und Sebastian Grüner

  1. Nitropad X230 Nitrokey veröffentlicht abgesicherten Laptop
  2. LVFS Coreboot-Updates sollen nutzerfreundlich werden
  3. Linux-Laptop System 76 verkauft zwei Laptops mit Coreboot

Videostreaming: Was an Prime Video und Netflix nervt
Videostreaming
Was an Prime Video und Netflix nervt

Eine ständig anders sortierte Watchlist, ein automatisch startender Stream oder fehlende Markierungen für Aboinhalte: Oft sind es nur Kleinigkeiten, die den Spaß am Streaming vermiesen - eine Hassliste.
Ein IMHO von Ingo Pakalski

  1. WhatsOnFlix Smartphone-App für bessere Verwaltung der Netflix-Inhalte
  2. Netflix Staffel-2-Trailer zeigt Cyberpunk-Welt von Altered Carbon
  3. Videostreaming Netflix musste Night of the Living Dead entfernen

Leistungsschutzrecht: Drei Wörter sollen ...
Leistungsschutzrecht
Drei Wörter sollen ...

Der Vorschlag der Bundesregierung für das neue Leistungsschutzrecht stößt auf Widerstand bei den Verlegerverbänden. Überschriften mit mehr als drei Wörtern und Vorschaubilder sollen lizenzpfichtig sein. Dabei wenden die Verlage einen sehr auffälligen Argumentationstrick an.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Leistungsschutzrecht Memes sollen nur noch 128 mal 128 Pixel groß sein
  2. Leistungsschutzrecht Französische Verlage reichen Beschwerde gegen Google ein
  3. Leistungsschutzrecht Französische Medien beschweren sich über Google

    •  /