Rechtsstreit: Tesla zahlt 1,5 Millionen Dollar wegen Akkudrosselung
Tesla wird laut einem Bericht des Blogs Electrek 1,5 Millionen US-Dollar an Besitzer eines Model S mit 85-kWh-Akku zahlen, die durch ein Software-Update weniger weit fahren konnten(öffnet im neuen Fenster) . So wird ein Urteil abgewendet, das für Tesla unter Umständen viel teurer hätte werden können, wie ein Beispiel aus Norwegen zeigt.
Das 2019 veröffentlichte Software-Update habe bei rund 1.800 Fahrzeugen zu einer verringerten Reichweite geführt, gaben die Kläger in einer Sammelklage gegen Tesla an. Das Unternehmen stimmte nun einem Vergleich zu und zahlt jedem der betroffenen Besitzer 625 US-Dollar. Aufgrund von Anwalts- und Gerichtskosten kommen 1,5 Millionen US-Dollar zusammen.
Tesla soll die Begrenzung nur vorübergehend eingeführt und die Kapazität um etwa 10 Prozent künstlich verringert haben. Dies erfolgte etwa drei Monate lang. Weitere sieben Monate wurde die Kapazität um 7 Prozent gedrosselt. Im Frühjahr 2020 erschien ein erneutes Update, das den Missstand behob.
Es ist nicht das erste Mal, dass Tesla Schadenersatz zahlen muss, weil durch Software-Updates die Ladegeschwindigkeit geändert wurde. In Norwegen musste das Unternehmen Kunden jeweils 136.000 Kronen (13.000 Euro) zahlen.
Tesla-Besitzer hatten nach einem Software-Update im Jahr 2019 einen Rückgang der Reichweite ihrer Autos von etwa 20 bis 50 km festgestellt. Betroffen waren Besitzer des Model X und Model S mit einem 85-kWh-Akku. Diese Fahrzeuge werden seit 2015 nicht mehr gebaut. Die Reichweitenreduktion sei durch die Updates 2019.16.1 und 2019.16.2 erfolgt, berichtete Electrek(öffnet im neuen Fenster) damals. Tesla begründete dies mit einem Schutz der Akkus und dem Versuch, deren Langlebigkeit zu erhöhen
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