Rechtsstreit: Teradata geht in Berufung gegen SAP

Das Unternehmen beschuldigt SAP seit 2018 des Diebstahls von geistigem Eigentum. Der Streit geht jetzt in die nächste Runde.

Artikel veröffentlicht am , Daniel Ziegener
SAP ist mal wieder in einen Rechtsstreit verwickelt.
SAP ist mal wieder in einen Rechtsstreit verwickelt. (Bild: SAP)

Der Rechtsstreit zwischen den beiden Datenbankentwicklern SAP und Teradata geht weiter. Im November 2021 urteilte ein US-Bundesgericht vorerst zugunsten von SAP. Das Unternehmen habe die Geschäftsgeheimnisse von Teradata vertraglich nutzen dürfen. Wie der Spiegel berichtet, hat der Konkurrent aus den USA dagegen nun Berufung eingelegt.

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Teradata hatte SAP beschuldigt, bei der Entwicklung von Hana auf Geschäftsgeheimnisse zurückgegriffen zu haben. "SAP köderte Teradata mit einem angeblichen Joint Venture, um Zugang zu Teradatas wertvollem geistigen Eigentum zu erhalten", erklärte der Datenbankhersteller 2018. Kurz vor der Veröffentlichung von SAP Hana habe das Unternehmen die Partnerschaft mit Teradata kurzfristig aufgekündigt.

Teradata beschuldigt SAP deshalb des Diebstahls von geistigem Eigentum, der Industriespionage und des Betrugs. Nach Aussagen eines ehemaligen Mitarbeiters von SAP habe das Unternehmen bei der Entwicklung seiner Datenbanksoftware Hana unerlaubt Technologien von Oracle, IBM und Teradata genutzt. SAP selbst habe nach eigenen Angaben keine Hinweise auf Rechtsverstöße gefunden.

Nicht der erste Rechtsstreit für SAP

Der Vorwurf gegen SAP, ihre Marktmacht zu missbrauchen, ist nicht neu. Ebenfalls im November berichteten Spiegel und ARD in einer gemeinsamen Recherche von Durchsuchungen in der Konzernzentrale im Jahr 2011. Anlass waren Ermittlungen gegen die Vorstände von SAP, auch damals ging es um Urheberrechtsverletzungen.

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Bereits 2010 wurde SAP von Oracle verklagt und zur Zahlung von 1,3 Milliarden US-Dollar verurteilt. Bei der Übernahme des Softwaredienstleisters TomorrowNow hatte SAP Zugang zu urheberrechtlich geschützten Dateien von Oracle-Servern erlangt. Die Summe wurde später auf 306 Millionen US-Dollar gesenkt.

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