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Rechtsstreit: Nvidia zahlt 30 US-Dollar für 512 MByte

Der Rechtsstreit um falsch beworbene Grafikkarten vom Typ Geforce GTX 970 ist beendet: Nvidia zahlt Käufern in den USA jeweils 30 US-Dollar – und 1,3 Millionen für die Anwälte.
/ Peter Steinlechner
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Stilisierte Geforce GTX 970 (Bild: Nvidia)
Stilisierte Geforce GTX 970 Bild: Nvidia

Nvidia und die Vertreter einer Sammelklage haben den Rechtsstreit um falsch beworbene Grafikkarten vom Typ Geforce GTX 970 mit einem Vergleich beendet. Der bedeutet für Nvidia, dass die Firma im rechtlichen Sinne nicht als schuldig gilt. Und für die Käufer der Karte, dass sie jeweils 30 US-Dollar erhalten.

Nvidia erklärt die Geforce-Karten GTX 980 und GTX 970
Nvidia erklärt die Geforce-Karten GTX 980 und GTX 970 (09:19)

Dieser Betrag ist kein Zufall: Nvidia hatte laut Polygon.com(öffnet im neuen Fenster) bei der rund 350 US-Dollar teuren Karte genau 12,5 Prozent des Videospeichers nicht in der versprochenen Form verbaut. 12,5 Prozent von 350 US-Dollar sind rund 44 US-Dollar. Im Vergleich habe man sich auf etwas weniger geeinigt, eben auf 30 US-Dollar. Die Anwälte der Sammelklage erhalten 1,3 Millionen US-Dollar; in diesem Betrag ist der Ausgleich für ihre Kosten enthalten. Wie hoch die Gesamtrechnung für Nvidia wird, ist nicht bekannt.

In dem seit Anfang 2015 geführten Rechtsstreit ging es darum, dass die Spezifikationen der GTX 970 von Nvidia falsch angegeben wurden. So verfügt die Karte zwar über 4 GByte RAM, davon sind aber 512 MByte nur sehr langsam und daher nicht normal nutzbar – in Spielen kann das zu Rucklern führen.

Außerdem ist die Anzahl der Raster-Endstufen geringer als zuerst angegeben, und auch die Größe des L2-Cache wurde nicht korrekt dargestellt. Ursprünglich gab es mehrere Sammelklagen, auch gegen Hersteller wie Asus, EVGA und Gigabyte. Die einzelnen Rechtsfälle wurden dann zusammengefasst.


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