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Rechtsstreit: Mann folgte Google Maps und stürzte von eingestürzter Brücke

Ein Mann starb nach einem Sturz von einer eingestürzter Brücke – er war zuvor Anweisungen von Google Maps gefolgt , die veraltet waren. Nun klagt die Familie.
/ Andreas Donath
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Google Maps im Auto (Symbolbild) (Bild: Jakub Porzycki via Reuters Connect)
Google Maps im Auto (Symbolbild) Bild: Jakub Porzycki via Reuters Connect

Ein Mann aus North Carolina starb, nachdem er mit seinem Auto auf eine eingestürzte Brücke gefahren war(öffnet im neuen Fenster) . Er ist dabei den Anweisungen von Google Maps gefolgt. Nun hat seine Familie Klage gegen Google eingereicht. Sie wirft dem Unternehmen Fahrlässigkeit vor.

Familie klagt: Google wusste von Einsturz

Laut der Klageschrift war der Mann auf dem Heimweg von einer Geburtstagsparty seiner Tochter. Er fuhr dabei durch eine ihm unbekannte Gegend. Dabei habe ihn Google Maps über die Brücke geleitet. Diese war neun Jahre zuvor eingestürzt und seitdem nicht repariert worden. In der Gegend wird die Brücke, die eigentlich Snow Creek Bridge heißt, "Bridge to Nowhere" genannt.

Der Familienvater ertrank am 30. September 2022, nachdem sein Auto in einen Fluss gestürzt war. Nach Angaben der Familie war Google über den Einsturz der Brücke informiert. Das Unternehmen habe aber versäumt, sein Kartenwerk zu aktualisieren.

Polizei fand Leiche in teilweise geflutetem Auto

Entlang der Fahrbahn gab es keine Absperrungen oder Warnschilder. So stürzte das Auto des Mannes etwa sechs Meter tief ab.

Die Polizei fand die Leiche des Mannes in seinem teilweise unter Wasser stehenden Fahrzeug.

Mehrere Personen hatten Google Maps zuvor bereits über den Einsturz der Brücke informiert und eine Aktualisierung der Routeninformationen gefordert.

Die Familie des Verstorbenen wirft Google nun Fahrlässigkeit mit Todesfolge vor. Google gab bislang noch keine Stellungnahme zu der Klage ab.

Die Witwe sagte zur Klageeinreichung: "Unsere Mädchen fragen, wie und warum ihr Vater gestorben ist, und mir fehlen dafür die Worte, die sie verstehen könnten. Denn selbst als Erwachsene kann ich immer noch nicht verstehen, wie die Verantwortlichen für die GPS-Anweisungen und die Brücke mit so wenig Rücksicht auf das menschliche Leben handeln konnten."


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