Rechtsstreit: Gericht spricht Epic Games Millionensumme zu
Ein US-Gericht hat einen Rechtsstreit zwischen Epic Games und dem kanadischen Entwicklerstudio Silicon Knights entschieden: Epic gewinnt in allen relevanten Punkten; das verkündet unter anderem Mark Rein per Twitter(öffnet im neuen Fenster) . In dem Verfahren ging es vor allem um die Unreal Engine 3. Epic(öffnet im neuen Fenster) hatte nach Auffassung von Silicon Knights(öffnet im neuen Fenster) einen vertraglich zugesagten Zeitplan für die Konsolenumsetzungen der zuerst für den PC entwickelten Engine nicht eingehalten.

Das endgültige Entwicklerpaket für die Xbox 360 sei zwar Anfang September 2005 fertig geworden, doch folgte die funktionsfähige und zu den Vorgängern inkompatible Engine selbst erst im November 2006. Das habe zu massiven Verzögerungen bei der Fertigstellung des Rollenspiels Too Human geführt, und das wiederum habe verheerende Folgen für das Studio gehabt: 614.000 statt der erhofften 2,5 Millionen verkauften Exemplare, gestrichene Nachfolger, ein lädierter Ruf und Probleme, lukrative Deals mit wichtigen Publishern abschließen zu können. Epic hatte in seiner Gegenklage entgegnet, Silicon Knights habe die Engine über einen längeren Zeitraum zur Verfügung stehen gehabt und sei über deren Stand stets genau informiert gewesen.
Die Richter haben die Klage von Silicon Knights, das eine Entschädigung in Höhe von 58 Millionen US-Dollar gefordert hatte, zurückgewiesen, und dafür Epic Games einen Schadensersatz von 4,45 Millionen US-Dollar, unter anderem für die Kosten des Verfahrens, zugesprochen. Ob Silicon Knights das Geld hat, ist allerdings fraglich: Das angeschlagene Studio hat erst vor einigen Monaten die Hälfte der Mitarbeiter entlassen.



