• IT-Karriere:
  • Services:

Rechtsstreit: Blackberry verklagt Facebook wegen Messaging-Patenten

Der frühere Smartphone-Hersteller Blackberry wirft Facebook in einer Klage mehrere Patentverletzungen vor. Das soziale Netzwerk soll sieben verschiedene Messaging-Patente ohne Erlaubnis nutzen, die im Besitz von Blackberry sind. Facebook will sich gegen die Klage wehren.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Facebook wird von Blackberry verklagt.
Facebook wird von Blackberry verklagt. (Bild: Dado Ruvic/Reuters)

Facebook soll mehrere Blackberry-Patente ohne Genehmigung verwenden, lautet der Vorwurf in der Klageschrift. Die Patente soll Facebook unter anderem in der eigenen App sowie den Kurzmitteilungsdiensten Messenger, Whatsapp sowie der Fotoplattform Instagram nutzen. Diese Patente seien vor allem Bestandteil vom Blackberry Messenger, ein spezieller Messaging-Dienst von Blackberry.

Klage gingen lange Gespräche voraus

Stellenmarkt
  1. Leading Systems GmbH, Köln, Sachsenheim
  2. Gasnetz Hamburg GmbH, Hamburg

Bei den Patenten geht es unter anderem um Techniken von Blackberrys Verschlüsselungslösungen, das Einbinden von Messaging-Diensten in Spiele sowie das Verschicken von Nachrichten. Zudem geht es darum, Leute in Fotos zu markieren und dabei in einer Suchzeile Namensvorschläge zum Vervollständigen zu bekommen. Unter den Patenten ist auch die Idee, ein App-Symbol mit einem Zähler für die Anzahl ungelesener Nachrichten zu versehen. Das geht aus der 117-seitigen Klageschrift hervor.

Blackberry machte gegenüber Ars Technica deutlich, dass der Klage lange Gespräche mit Facebook vorausgingen. "Als führender Anbieter von Cybersicherheits- und Embedded-Software ist Blackberry der Ansicht, dass Facebook, Instagram und Whatsapp großartige Partner in unserem Bestreben nach einer sicher verbundenen Zukunft sein könnten, und wir halten ihnen diese Tür weiterhin offen", sagte Blackberry.

Facebook will sich wehren

Facebook wird vorgeworfen, "mehrere innovative Sicherheits- und Benutzeroberflächenfunktionen sowie Funktionserweiterungen zu verwenden, die die Blackberry-Produkte zu einem entscheidenden und kommerziellen Erfolg gemacht haben". "Wir werden uns wehren", erklärte der stellvertretende Facebook-Chefjustiziar Paul Grewal. "Blackberry hat aufgehört, selbst Innovationen herauszubringen und versucht nun, bei den Erfindungen anderer abzukassieren." Das zeige, in welchem Zustand sich das Messaging-Geschäft des Unternehmens befinde.

Blackberry war eine treibende Kraft in den Anfangsjahren des Smartphone-Geschäfts, geriet mit dem Erfolg von Apples iPhone und später Googles Android-System aber ins Abseits. Aus dieser Zeit blieben viele Patente, die Geld bringen können. Allgemein konzentriert sich Blackberry vor allem auf Software-Entwicklung.

Blackberry-Smartphones kommen mittlerweile von TCL

Unter dem aktuellen Chef John Chen wurde die verlustreiche eigene Entwicklung und Produktion von Smartphones eingestellt. Smartphones der Marke Blackberry gibt es zwar immer noch, aber die werden vom chinesischen Hersteller TCL gebaut, der die Namensrechte bekam.

Chen erklärte jüngst, Blackberry sei nicht mehr im Sanierungsstadium. Er schreckt vor dem Gang vor Gericht nicht zurück: Im vergangenen Jahr bekam Blackberry rund 815 Millionen US-Dollar (658 Millionen Euro) vom Prozessorhersteller Qualcomm zurückerstattet. Der ehemalige Smartphone-Hersteller konnte sich mit dem Argument durchsetzen, dass ihm eine Rückzahlung zustehe, weil er weniger Smartphones verkaufte, als die Patentvereinbarung mit Qualcomm vorsah.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 14,49€
  2. (u. a. Elite Dangerous für 5,99€, Struggling für 7,25€, Planet Zoo für 21,99€, Planet...

nicoledos 07. Mär 2018

Die Tücke liegt darin, dass solche Patentanträge nur minimal geprüft werden und...

Anonymer Nutzer 07. Mär 2018

Wie Du angedeutet hast ,wird auch immer der einen Prozess am Besten überstehen, der am...


Folgen Sie uns
       


Samsung Galaxy S21 Ultra vorgestellt

Das Galaxy S21 Ultra ist das Topmodell von Samsungs neuer S21-Reihe und unterscheidet sich deutlich von den beiden anderen Modellen.

Samsung Galaxy S21 Ultra vorgestellt Video aufrufen
Antivirus: Das Jahr der unsicheren Sicherheitssoftware
Antivirus
Das Jahr der unsicheren Sicherheitssoftware

Antivirus-Software soll uns eigentlich schützen, doch das vergangene Jahr hat erneut gezeigt: Statt Schutz gibt es Sicherheitsprobleme frei Haus.
Von Moritz Tremmel

  1. NortonLifeLock Norton kauft deutschen Antivirenhersteller Avira

Elektromobilität 2020/21: Nur Tesla legte in der Krise zu
Elektromobilität 2020/21
Nur Tesla legte in der Krise zu

Für die Autoindustrie war 2020 ein hartes Jahr. Wer im Homeoffice arbeitet und auch sonst zu Hause bleibt, braucht kein neues Auto. Doch in einem schwierigen Umfeld entwickelten sich die E-Auto-Verkäufe sehr gut.
Eine Analyse von Dirk Kunde

  1. Elektromobilität Akkupreise fallen auf Rekord von 66 Euro/kWh
  2. Transporter Mercedes eSprinter bekommt neue Elektroplattform
  3. Aptera Günstige Elektrofahrzeuge vorbestellbar

Sprachsteuerung mit Apple Music im Test: Es funktioniert zu selten gut
Sprachsteuerung mit Apple Music im Test
Es funktioniert zu selten gut

Eigentlich sollen smarte Lautsprecher den Musikkonsum auf Zuruf besonders bequem machen. Aber die Realität sieht ganz anders aus.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Streaming Apple Music kommt auf Google-Lautsprecher
  2. Internetradio Apple kündigt Apple Music 1 an und bringt zwei neue Sender

    •  /