Rechtsextreme Chats: Innenminister löst SEK Frankfurt auf

Bei Ermittlungen zu Kinderpornografie wurden rechtsextreme Chats beim Frankfurter SEK aufgedeckt. Nun wird die Einheit aufgelöst.

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Nicht nur die hessische Polizei hat ein Rechtsextremismus-Problem.
Nicht nur die hessische Polizei hat ein Rechtsextremismus-Problem. (Bild: Ingo Kramarek/Pixabay)

Nachdem mehrere Mitglieder des hessischen Spezialeinsatzkommandos (SEK) rechtsextreme Inhalte ausgetauscht hatten, wird die Einheit nun aufgelöst. Das "inakzeptable Fehlverhalten" der Verdächtigen mache diesen Schritt "unumgänglich", sagte der hessische Innenminister Peter Beuth (CDU). Zuerst hatte das Magazin Spiegel berichtet.

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Bei den Mitgliedern im Chat soll es sich um 20 Männer im Alter von 29 bis 54 Jahren handeln. 18 von ihnen sind beim SEK, die weiteren beiden sind keine Polizisten mehr. Über den Chat sollen 17 der 20 Teilnehmer volksverhetzende Inhalte gepostet und Nazisymbole geteilt haben. Darunter Beleidigungen gegen Asylsuchende sowie Hitlerbilder und Hakenkreuze.

Die Inhalte sollen vor allem in Jahren 2016 und 2017, aber auch noch bis Anfang 2019 geteilt worden sein. Zudem wird drei Dienstgruppenleitern Strafvereitelung im Amt vorgeworfen, weil sie dem Treiben zusahen und nicht eingriffen.

Bei Ermittlungen zu Kinderpornografie auf rechtsextreme Chats beim SEK gestoßen

Am Mittwoch hatte das hessische Landeskriminalamt (LKA) die Wohnungen und Arbeitsplätze von sechs SEK-Mitgliedern durchsucht. Die 18 aktiven SEK-Angehörigen dürfen ihrem Dienst vorerst nicht nachgehen, einer von ihnen soll suspendiert werden. Gegen Letzteren wurde bereits ein Verfahren wegen des Verdachts auf Kinderpornografie eröffnet. Im Zuge der Ermittlungen fanden die Beamten nicht nur kinder- und jugendpornografisches Material auf seinen Geräten, sondern auch die rechtsextremen Chats.

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"Das inakzeptable Fehlverhalten gleich mehrerer Mitarbeiter sowie das Wegsehen unmittelbarer Vorgesetzter im SEK Frankfurt hat dessen komplette Auflösung nötig gemacht", sagte Beuth. Man stoße nun einen "fundamentalen Neustart" des SEK an. Auch solle es einen grundlegenden organisatorischen Umbau der Einheit geben.

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Die hessische Polizei ist bereits mehrfach wegen rechtsextremer Umtriebe und illegaler Datenbankabfragen aufgefallen. So fragten 2019 83 Polizeibeamte die persönlichen Daten von Helene Fischer ab, nachdem diese ein Konzert in Frankfurt gegeben hatte. Auch Daten von Betroffenen der rechtsextremen, mit NSU 2.0 unterschriebenen Drohschreiben wurden teils zuvor von Computern der hessischen Polizei abgefragt.

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Garius 11. Jun 2021

So funktionieren Menschen aber nicht. Wenn man jahrelang im Dienst mit jemanden ist, sich...

packansack 11. Jun 2021

Ja es ist leichter jemanden aus dem nächsten Dorf/Stadt/Bundesland zu hassen, als...

Weitsicht0711 11. Jun 2021

Der klare unterschied ist hier, man schaut aktiv weg und macht sich damit auch...

DieTatsaechlich... 10. Jun 2021

Einfach mal "Tino Brandt" googeln. Bonus: Man erfährt dann auch, weshalb wir Steuerzahler...

Weitsicht0711 10. Jun 2021

Nein, man wartet bis Gras über die Sache gewachsen ist und dann gibt es eine...



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