Rechtlich unmöglich: Deutsche Atombombe wäre technisch in Monaten machbar
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Zum ersten Mal seit dem Ende des Kalten Krieges wird die Frage nach einer deutschen Atombombe nicht mehr als absurd abgetan, sondern mit Ernsthaftigkeit diskutiert.
IAEO-Generaldirektor Rafael Grossi(öffnet im neuen Fenster) erklärte im Juli 2025 gegenüber der polnischen Zeitung Rzeczpospolita, Deutschland sei ein nuklearer Schwellenstaat. "Es könnte eine Frage von Monaten sein. Die Deutschen haben das benötigte Nuklearmaterial und das Know-how" , so Grossi.
Die Urananreicherungsanlage in Gronau(öffnet im neuen Fenster) verfügt über eine Kapazität von 3.500 bis 3.700 Tonnen Trennarbeit pro Jahr. Aktuell wird dort nur auf 3 bis 5 Prozent für Reaktorbrennstoff angereichert, waffenfähiges Material erfordert mehr als 90 Prozent.
Der Forschungsreaktor FRM II(öffnet im neuen Fenster) in Garching arbeitet noch mit hochangereichertem Uran. Deutschland meldet der IAEO(öffnet im neuen Fenster) etwa 0,39 Tonnen unbestrahltes hochangereichertes Uran (HEU). Für einen simplen Sprengkörper werden rund 25 Kilogramm HEU(öffnet im neuen Fenster) oder 5 bis 8 Kilogramm Plutonium benötigt. Die technische Basis wäre also vorhanden.



