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Recht auf Reparatur: Vier von fünf Smartphones mit unvollständigem Reparaturlabel

Die EU setzt seit Mitte 2025 bei Mobilgeräten auf ein erweitertes Energielabel, das auch die Reparierbarkeit bewertet. Viele Hersteller interessiert das nicht.
/ Tobias Költzsch
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Für Smartphone müssen Hersteller seit einiger Zeit Informationen zur Reparierbarkeit angeben. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Für Smartphone müssen Hersteller seit einiger Zeit Informationen zur Reparierbarkeit angeben. Bild: Tobias Költzsch/Golem

Die Initiative Right to Repair hat festgestellt, dass bei über 80 Prozent der in der EU erhältlichen Smartphones Informationen zu Webseiten mit Reparaturinformationen und Ersatzteilen auf dem Energielabel fehlen. Nur bei 18 Prozent der Geräte werden diese von der EU vorgeschriebenen Infos angegeben. Bei 19 Prozent der Smartphones wird eine Produktseite ohne Reparatur angegeben, bei weiteren 8 Prozent eine Angabe wie "Siehe Bedienungsanleitung".

Fast 5 Prozent geben Links zu Temu oder Aliexpress an- Wie die Initiative mitteilt(öffnet im neuen Fenster), verleihen sich Hersteller mit fehlenden Reparaturangaben dennoch den Score A, was die beste Wertung ist. Right to Repair stellt infolgedessen den Nutzen des neuen Reparaturlabels infrage.

Da mitunter das Feld, in dem der Link zu Ersatzteilen und Anleitungen stehen müsste, einfach freigelassen wird, sollte es nicht schwer sein, einen Missbrauch des Systems zu entdecken. Die Behörden hätten die Angaben aber offenbar nicht überprüft, so die Initiative. Stattdessen werde die Verantwortung auf NGOs übertragen.

Behörden müssen besser kontrollieren

Der Initiative zufolge müssten die Behörden die Einhaltung der Regeln besser überprüfen. Auch sollte mehr über die Möglichkeit informiert werden, nichtkonforme Produkte und Hersteller zu melden – was bereits möglich, aber wenig bekannt ist. Als positives Beispiel nennt Right to Repair Frankreich, wo es dafür eine dedizierte Plattform gibt.

Der Blogbeitrag wurde von Thomas Opsomer geschrieben, der iFixits EU-Sprecher ist. iFixit tritt schon lange für das Recht auf Reparatur ein, hat aber als Unternehmen, das entsprechendes Reparaturzubehör verkauft, auch ein finanzielles Interesse.

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