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Recht auf Reparatur: Apple weitet Selbstreparatur auf iMac und Mac Mini aus

Neben iPhones und Macbooks können sich Kunden bei Apple Ersatzteile und Werkzeuge für weitere MacOS -Geräte bestellen – auch den Mac Studio.
/ Oliver Nickel
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Der Mac Studio soll sich leichter reparieren lassen. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
Der Mac Studio soll sich leichter reparieren lassen. Bild: Oliver Nickel/Golem.de

Apple erweitert das Reparaturprogramm Self Service Repair auf weitere Produkte außerhalb von Macbooks. So soll es künftig Anleitungen, Tutorials und Ersatzteile für den Mac Mini M1, den Mac Studio , den iMac und das Apple Studio Display geben. Entsprechende Einträge wurden im Onlineshop des Programms(öffnet im neuen Fenster) , der von einem Drittanbieter geführt wird, angelegt.

Allerdings sind dort nicht die M2-Modelle des Macbook Pro und Macbook Air gelistet. Gerade das Air dürfte völlig neue Bauteile aufweisen, da Apple das Gehäuse überarbeitet hat. Beim Macbook Pro mit M2-Chip scheint sich auf den ersten Blick nur das Mainboard zu ändern. Auf diesem sind SSD-Flashzellen, RAM und das M2-SoC verlötet. Der Reparaturdienst ändert also nichts daran, dass bei einem entsprechenden Hardwarefehler eventuell das komplette Mainboard ausgetauscht werden muss.

In der EU, die durch ihre Gesetzgebung ein primärer Grund für die Selbstreparaturmöglichkeiten ist, sind die neuen Teile für Desktop-Systeme, All-in-Ones und Displays zudem noch nicht bestellbar. Im August 2022 wurden zumindest das Macbook Air und Macbook Pro mit M1-Chip für europäische Kunden verfügbar gemacht.

Reparatur könnte schwierig werden

Anfang Dezember 2022 wurde das Programm dann auch in Deutschland eröffnet. Kunden können Ersatzteile für das iPhone 12 und iPhone 13 oder Macbooks mit M1- oder M2-SoC bestellen. Es ist auch möglich, über Apple ein passendes Reparaturkit zu mieten. Eine Woche Leihzeitraum kostet 60 Euro.

Apple iMac M1 – Fazit
Apple iMac M1 – Fazit (03:00)

Bei einem Produkt wie dem Mac Studio oder Studio Display könnte eine Selbstreparatur schwieriger werden. Die Produkte lassen sich nur durch das Abnehmen des großen Glasdisplays öffnen. Eine gewisse Gefahr, Bauteile zu beschädigen, besteht also. Der Mac Mini und Mac Studio können hingegen einfacher geöffnet und auseinandergebaut werden. Bei den Desktopsystemen sind etwa die SSD-Flashmodule auf einer Steckkarte platziert, die sich austauschen lässt. Der SSD-Controller selbst befindet sich auf dem SoC. Herkömmliche SSDs funktionieren hier also nicht.


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