Nach Kritik einfach weniger Daten übermittelt
Als Kritik an den berichteten Kennzahlen aufkam, reduzierte Dataport laut dem Rechnungshofbericht sogar den Umfang der übermittelten Daten:
"Dataport unterrichtet den Verwaltungsrat zwar regelmäßig über die Entwicklung festgelegter Unternehmenskennzahlen (...) Bereits in den Vorjahren hatte der Rechnungshof aber festgestellt, dass einige dieser berichteten Kennzahlen nur begrenzt aussagekräftig sind. Er hatte Beispiele für mögliche Änderungen vorgeschlagen, die jedoch nicht aufgegriffen wurden. Die Anzahl der in den Vorjahren berichteten Kennzahlen wurde sogar noch reduziert."
Auch wenn der Rechnungshof klarstellt, dass Dataport seinen Informationspflichten vermutlich ausreichend nachgekommen sei, erscheint solch ein Verhalten doch gerade zusammen mit den geschilderten Buchungstricks als Anlass zur Sorge.
"Systematisches Controlling wäre eine Grundlage gewesen"
Vor allem aufgrund der Tatsache, dass Dataport "finanzielle Risiken deutlich unterschätzt" habe, wäre das "systematische Controlling der finanziellen Aufwände und Risiken von IT-Vorhaben" eine "Grundlage" gewesen. Auch hier wird die Kritik des Rechnungshofs ungewöhnlich deutlich: "Die Entwicklungen bei Phoenix haben dies in negativer Hinsicht eindrücklich belegt."
2024 fand offenbar eine Sitzung des Verwaltungsrates statt, in deren Vorfeld Phoenix trotz 140 Millionen Euro Ausgaben seitens Dataport stets als "wirtschaftlich tragfähig" geschildert wurde. "In der Sitzung wurden dann die für eine uneingeschränkte Fortsetzung von Phoenix erforderlichen Mittel gegenüber dem Business Case zusätzlich auf 100 Mio. Euro geschätzt."
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