Abo
  • Services:

Rechnungshof: EU untersucht schwachen Breitbandausbau in Deutschland

Der Europäische Rechnungshof schickt Prüfer, weil in Deutschland wohl die Ausbauziele des Breitbandnetzes nicht erreicht werden. 50 Prozent der Haushalte sollten über 100 MBit/s erhalten.

Artikel veröffentlicht am ,
Vectoringausbau der Deutschen Telekom
Vectoringausbau der Deutschen Telekom (Bild: Deutsche Telekom)

Der Europäische Rechnungshof bezweifelt wohl, dass die Breitbandziele aus dem Jahr 2010 in Deutschland erreicht werden und schickt Prüfer. Das gab der Rechnungshof am 5. Juli bekannt (PDF). Nach der digitalen Agenda sollen bis September 2020 alle Haushalte mit 30 MBit/s versorgt sein. 50 Prozent der Haushalte sollten über 100 MBit/s erhalten.

Stellenmarkt
  1. DPD Deutschland GmbH, Großostheim
  2. Lidl Dienstleistung GmbH & Co. KG, Neckarsulm

Die Prüfer besuchen die fünf Mitgliedstaaten Irland, Deutschland, Ungarn, Polen und Italien. Die Prüfungsergebnisse werden voraussichtlich im Frühjahr 2018 veröffentlicht.

Die Prüfer werden untersuchen, ob die Mitgliedstaaten geeignete Strategien entwickelt und umgesetzt haben, um die von der EU-Kommission festgelegten Breitbandziele zu erreichen, und wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass sie diese Ziele erreichen.

Lage höchst unterschiedlich

Die Breitbandverfügbarkeit in der EU hat sich laut EU-Kommission seit dem Jahr 2011 zwar verbessert, die Lage in den einzelnen Mitgliedstaaten sowie in städtischen und ländlichen Gebieten stellt sich jedoch sowohl bei der Festnetz-Breitbandversorgung als auch bei den Breitbandanschlüssen höchst unterschiedlich dar.

Iliana Ivanova, das für den Bericht zuständige Mitglied des Europäischen Rechnungshofs, sagte: "Es geht uns unter anderem darum zu analysieren, ob das Risiko besteht, dass die Finanzierung nicht ausreichen könnte, um die in der Strategie Europa 2020 festgelegten Breitbandziele zu erreichen."

Andere Staaten sind beim Glasfaserausbau bereits viel weiter als Deutschland, weil dort kommunale Betriebe das Netz errichten und im Open Access verschiedenen Anbietern gegen Entgelt die Nutzung erlauben. Das ergab eine Studie des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI) im Auftrag der Bertelsmann Stiftung vom Mai 2017.

In Estland haben bereits 73 Prozent, in Schweden 56 Prozent, in Spanien 53 Prozent und in der Schweiz immerhin 27 Prozent der Haushalte direkt verfügbare Glasfaserverbindungen. In Deutschland hingegen gilt das für lediglich 6,6 Prozent der Haushalte. Im ländlichen Bereich beträgt die Abdeckung mit Glasfaserleitungen gerade einmal 1,4 Prozent. Bei der Versorgung mit Glasfaseranschlüssen belegt Deutschland im OECD-Vergleich Platz 28 von 32.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 4,99€
  2. (-33%) 13,39€
  3. (-20%) 14,39€
  4. 8,49€

DerDy 09. Jul 2017

Wenn Einnahmen und Ausgaben in einem ungesunden Verhältnis stehen, dann sind die "weißen...

DerDy 09. Jul 2017

Ja, man kann die Augen verschließen und glauben der Staat macht alles besser unr richtig...

Faksimile 06. Jul 2017

Dann solltest Du dem Kreis mal diese HP empfehlen: http://www.wirtschaft-uelzen.de/home...

spezi 06. Jul 2017

"Der Europäische Rechnungshof schickt Prüfer, weil in Deutschland wohl die Ausbauziele...


Folgen Sie uns
       


Nintendo Game Boy - ein kurzer Rückblick

Tetris, Pokémon, Super Mario - wir fassen die Geschichte des Game Boy im Video zusammen.

Nintendo Game Boy - ein kurzer Rückblick Video aufrufen
Adblock Plus: Adblock-Filterregeln können Code ausführen
Adblock Plus
Adblock-Filterregeln können Code ausführen

Unter bestimmten Voraussetzungen können Filterregeln für Adblocker mit einer neuen Funktion Javascript-Code in Webseiten einfügen. Adblock Plus will reagieren und die entsprechende Funktion wieder entfernen. Ublock Origin ist nicht betroffen.
Von Hanno Böck

  1. Urheberrecht Axel-Springer-Verlag klagt erneut gegen Adblocker
  2. Whitelisting erlaubt Kartellamt hält Adblocker-Nutzung für "nachvollziehbar"
  3. Firefox Klar Mozilla testet offenbar Adblocker

Online-Banking: In 150 Tagen verlieren die TAN-Zettel ihre Gültigkeit
Online-Banking
In 150 Tagen verlieren die TAN-Zettel ihre Gültigkeit

Zum 14. September 2019 wird ein wichtiger Teil der Zahlungsdiensterichtlinie 2 für die meisten Girokonto-Kunden mit Online-Zugang umgesetzt. Die meist als indizierte TAN-Liste ausgegebenen Transaktionsnummern können dann nicht mehr genutzt werden.
Von Andreas Sebayang

  1. Banking-App Comdirect empfiehlt, Sicherheitswarnung zu ignorieren

Elektromobilität: Was hat ein Kanu mit Autos zu tun?
Elektromobilität
Was hat ein Kanu mit Autos zu tun?

Veteranen der deutschen Autoindustrie wollen mit Canoo den Fahrzeugbau und den Vertrieb revolutionieren. Zunächst scheitern die großen Köpfe aber an den kleinen Hürden der Startupwelt.
Ein Bericht von Dirk Kunde

  1. EU Unfall-Fahrtenschreiber in Autos ab 2022 Pflicht
  2. Verkehrssenatorin Fahrverbot für Autos in Berlin gefordert
  3. Ventomobil Mit dem Windrad auf Rekordjagd

    •  /