Zusammenbau und Betriebssystemauswahl des Raspberry Pi 4

Anders als bei einem Mac beginnt bei einem Raspberry Pi immer erst einmal alles mit einer Bastelstunde: Das 8-GB-Modell ist eine nackte Platine, daneben liegt ein günstiges Aluminiumgehäuse mit einem recht großen Kühlkörperblock und einem winzigen Lüfter. Dazu kommen ein USB-Netzteil mit Schalter und eine Micro-SD Karte.

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Das Zusammenbauen geht fast problemlos. Es muss lediglich die Platine in das Gehäuse eingesetzt werden, dann nur noch den Lüfter anschließen, ein paar Schrauben festziehen und man ist im Prinzip fertig. Allerdings ist die Information, an welche Pins des Boards der Lüfter angeschlossen werden soll, weder beim Raspi noch beim Gehäuse dabei.

Wo man auf der GPIO-Leiste 5V bekommt und wo ein Ground ist, kann schnell ergoogelt werden. Allerdings stellt das eine Hürde dar für Menschen, die sich mit Computern nicht so gut auskennen. Entweder muss man eigenständig auf die Idee kommen, dass so etwas sicher irgendwo auf der Pin-Leiste liegt. Oder man muss das Glück haben, schnell auf ein Youtube-Video zu stoßen, das es auch für Anfänger gut erklärt.

Ob ein Lüfter überhaupt nötig ist, hängt im Übrigen vom Gehäuse ab. Bei meinem Modell sitzt der Kühlkörper mit den beigelegten Pads fest auf den vier wichtigsten Chips des Boards auf, der Lüfter ist an die Stirnseite des massiven Aluminiumblocks geschraubt, es wird also keinerlei Luft durch Kühlrippen oder Röhrchen oder irgendwas bewegt, sondern nur direkt gegen eine Seite des Metallblocks geblasen.

Alternativer, fast ganz fertiger Raspberry

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Wem dieses Basteln zu viel ist, für den gibt es inzwischen eine schicke Alternative: Der Raspberry Pi 400 kommt eingebaut in eine Tastatur. In dieser Version taktet er sogar etwas schneller, allerdings gibt es ihn nur mit 4 GB RAM und er hat einen USB-2-Port weniger - dafür muss aber auch keine Tastatur mehr angesteckt werden.

In die Tastatur eingebaute Computer haben aber Nachteile: Tastaturen halten meistens nicht so lange wie ein Computer und wenn der Computer in der Tastatur steckt, müssen alle Geräte mit der Tastatur verbunden werden statt mit einem Computergehäuse, das sich außer Sicht befindet. Statt eines einzigen Kabels im Sichtbereich hat man so schnell diverse Kabel für Strom, Monitor, Maus, Netzwerk und ein externes Laufwerk auf dem Schreibtisch liegen.

Raspberry Pi OS oder Twister OS als Betriebssystem?

Für unsere Zwecke, das Ersetzen des alten Mac Mini, bieten sich zwei Betriebssysteme an: das von der Raspberry Pi Foundation direkt unterstützte Raspberry Pi OS (eine auf Debian basierende Linux-Distribution, die vor nicht allzu langer Zeit noch Raspbian hieß) und das sehr interessant klingende Twister OS, das seinerseits auf Raspian Pi OS basiert.

Ziel von Twister OS ist es, das offizielle Betriebssystem zu verbessern und weitere Themes hinzuzufügen. Zudem hat es den Vorteil, dass die wichtigsten Programme plus ein paar Spiele schon vorinstalliert sind. Sogar Wine ist dabei, es können also auch Windows-Applikationen ausgeführt werden.

Neuer Apple Mac Mini mit Apple M1 Chip (8 GB RAM, 256 GB SSD)

Twister OS ist nicht neu. Vorläufer waren die Distributionen iRaspbian und Raspbian XP. Die brachten, wie die Namen schon andeuten, jeweils Desktops mit, die sehr an OS X beziehungsweise Windows XP angelehnt waren - in der Optik, aber auch in den Bedienungskonzepten.

Es gibt aber noch einen Unterschied: Während Raspian Pi OS auf allen Pi-Versionen lauffähig ist, setzt Twister OS mindestens einen Pi 3 voraus - optimiert ist es aber für die Viererversionen der Himbeercomputer.

32 Bit ist eigentlich nicht mehr zeitgemäß

Bei der Auswahl des Betriebssystems fällt auf, dass die beiden Kandidaten nur in 32-Bit-Versionen vorliegen. Es gibt zwar ein Projekt, das eine 64-Bit-Version von Raspberry Pi OS entwickelt, die ist aber immer noch in einem Beta-Zustand. So heißt es, Benutzung auf eigene Gefahr, denn bei einem Update kann es sein, dass sich ein Fehler in den aktuellen Build eingeschlichen hat und irgendetwas Wichtiges plötzlich nicht mehr funktioniert. Für einen täglichen Einsatz im Beruf verbietet sich das - Ausfallzeiten drohen.

Dass eine stabile 64-Bit-Version des Betriebssystems noch immer auf sich warten lässt - die ersten Raspberrys in 64 Bit mit dem ARM Cortex-A53 sind schließlich schon Anfang 2016 erschienen - ist enttäuschend. Aber immerhin entfällt unter Linux die von 32-Bit-Windows-Versionen bekannte Einschränkung, nur 4 GB RAM nutzen zu können.

Bevor es losgehen kann, wird noch ein anderer Computer gebraucht: Die Images des Betriebssystems, egal ob Raspberry Pi OS oder Twister OS, müssen erst einmal auf eine leere Micro-SD-Karte geschrieben werden - und zwar so, dass der Pi auch etwas damit anfangen kann. Der Raspberry Pi Imager erlaubt nicht nur das Vorbereiten der Micro-SD-Karte mit Raspbian Pi OS, sondern auch mit dem Imagefile von Twister OS.

Nun aber zum Look & Feel der Oberfläche.

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