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Der Robotron Z1013
Der Robotron Z1013 (Bild: Holger Krull)

Zum Scheitern verurteilt, von Fans verewigt

Auch der zweite Robotron-Angriff auf die Westkonkurrenz, der EC1834, hatte keine Chance mehr, das 16-Bit-Zeitalter entscheidend mitzugestalten. Zwar wurden ab 1986 noch gut 30.000 dieser Rechner gebaut, doch schon der zwei Jahre später vorgestellte Nachfolger EC1835 schaffte es nicht mehr über die Vorserienphase hinaus.

Seit April vergangenen Jahres gibt es nun ein Freewarepaket, das den A7100 wiederauferstehen lässt. Wie so oft ist die hier entstandene Software eine klassische Szenelösung: entwickelt ohne kommerziellen Hintergedanken, unterstützt und iterativ weiterentwickelt dank der Mitwirkung der DDR-Computer-Fans. Allein im Robotron-Technikforum haben sich knapp 2.000 Benutzer eingefunden, um über Hard- und Software des legendären volkseigenen Betriebes zu diskutieren. Im Umfeld des Forums sind zudem viele weitere Emulatoren entstanden.

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  • So sah das Startbild bei der Benutzung eines VC1541 am DDR-Einplatinen-Heimcomputer Robotron Z1013 aus. (Bild: Z1013-Rene)
  • Robotron A7100 (oben) und Robotron EC1834 (unten): die Versuche der DDR, die 16-Bit-Revolution mitzugestalten (Bild: Karsten Reichert/GNU FDL)
  • Der Robotron Z1013 war ein Mikrorechnerbausatz. (Bild: Holger Krull)
  • Die populären KC85-Systeme boten grafisch nur wenig: Zeichensatz des DDR-Heimcomputers Robotron KC 85/1. (Bild: Hans Wollny)
  • Der Polycomputer 880 hatte lediglich eine achtstellige Siebensegmentanzeige, sprich: statt eines Bildschirms ein Display, das an eine Digitaluhr erinnerte. (Bild: Florian Schäffer/CC BY-SA 4.0)
  • Der Prozessor U880 war ein Plagiat der Z80-CPU und in fast allen DDR-Kleincomputern verbaut. (Bild: Appaloosa/CC BY-SA 3.0)
  • Die Software JKCEMU emuliert auch den Schachcomputer SC2. (Bild: Erdmann Schleinitz/CC BY-SA 3.0)
  • 1986 startete die Serienproduktion des Arbeitsplatzcomputers A 7100. (Bild: Bundesarchiv/CC BY-SA 3.0)
  • Der Kleincomputer Robotron KC 87 wurde ab 1987 hergestellt und mit der Programmiersprache Basic ausgeliefert. (Bild: Torsten Paul (Tp3)/CC BY-SA 2.5)
  • Der DDR-Heimcomputer KC 85/2 wurde 1984 erstmals vorgestellt. (Bild: Enrico Grämer)
  • KC 85/3 mit KC-85/4-Gehäuseschale, Zusatzmodulen und einer grauen KC-85/4-Tastatur (Bild: Wikipedia.org/GFDL + CC-BY-2.0)
Robotron A7100 (oben) und Robotron EC1834 (unten): die Versuche der DDR, die 16-Bit-Revolution mitzugestalten (Bild: Karsten Reichert/GNU FDL)

Und das ist noch längst nicht alles: Zu diesen ohnehin beeindruckenden Szeneentwicklungen kommen zahlreiche private Websites, virtuelle Museen, umfangreiche Rechnersammlungen und zahllose Youtube-Videos über DDR-Rechner und ihre Software, Diskussionen über Computerszene, Informatikausbildung und Reparaturmöglichkeiten. Von Konferenzen und Nutzertreffen im In- und Ausland einmal ganz zu schweigen.

Es gibt wohl keine zweite Digitalisierungsphase in Deutschland, die so kurz, so teuer und gleichzeitig hinsichtlich ihrer Breitenwirkung so mühsam war wie die Zeit der Massendigitalisierung der DDR. Und keine zweite Retroszene in Deutschland, die mit so viel Eifer Systeme am Leben erhält, die bei ihrer offiziellen Vorstellung eigentlich schon zum Scheitern verurteilt waren. Warum? "Was mich zu diesem Z1013-Emulator getrieben hat, wird nicht jeder verstehen", schreibt Jens Müller auf seiner Webseite. "Um ganz ehrlich zu sein, man muss es auch nicht verstehen."

 JKCEMU emuliert fast alles

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rm2 07. Sep 2015

Hallo Trollversteher, warum wurden vom Autor dann A7100 und 1834 angesprochen? Vom Autor...

rm2 07. Sep 2015

Hallo Oktavian, es ist deutlich erkennbar, das Dir die Funktionen und Abläufe innerhalb...

Trollversteher 07. Sep 2015

Nicht dass ich den sowjets ihre Leistungen klein reden möchte, aber die Grundlagen zu...

Trollversteher 07. Sep 2015

Naja, der KC85/4 kam wann auf den Markt? 1989? Da waren ZX Sinclair und C16 (der ja auch...

Arkarit 01. Sep 2015

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