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Rechenzentrum: USV startet nach Mobilfunkausfall nicht

Nach einem Stromausfall im Rechenzentrum sollten Generatoren die Stromversorgung übernehmen. Ein Fall in den Niederlanden offenbart Probleme.
/ Sebastian Grüner
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Eine Hochspannungsleitung (Symbolbild) (Bild: GINTS IVUSKANS/AFP via Getty Images)
Eine Hochspannungsleitung (Symbolbild) Bild: GINTS IVUSKANS/AFP via Getty Images

Durch Zwischenfälle an mehreren Umspannwerken in der Niederländischen Provinz Flevoland ist es in der Region am vergangenen Freitag zu einem großflächigen Stromausfall gekommen. Davon betroffen waren offenbar auch Rechenzentren, die dabei auf ein unerwartetes Problem stießen, wie das Magazin Datacenter Dynamics berichtet(öffnet im neuen Fenster) . Denn der Stromausfall selbst hatte wohl auch negative Auswirkungen auf die Notstromversorgung – was ja verhindert werden soll.

Der Geschäftsführer des lokalen Anbieters A2B Internet, Eric Bais, schrieb dazu auf Twitter(öffnet im neuen Fenster) : "Aufgrund eines Stromausfalls in Flevoland lief das Rechenzentrum von Almere über die USV. Leider war auch das Mobilfunknetz ausgefallen und das Aggregat startete daher nicht." Ob dies ursächlich dafür war, dass das Notstromaggregat nicht gestartet ist, konnte Bais aber nicht sagen. Denn während des Vorfalls seien auch Spannungsspitzen über 250 Volt aufgetreten. Das habe der Generator wohl auch nicht besonders gut vertragen, vermutet Bais.

Die Rechenzentren vor Ort waren damit ohne Stromversorgung und konnten nicht weiter genutzt werden. Im Fall von A2B Internet habe dies aber keine größeren Auswirkungen auf das Angebot gehabt, da die Dienste auf den Standort in Amsterdam umgezogen werden konnten.

Stromausfall verursacht größere Störungen

Typischerweise sind nicht nur die Rechenzentren durch eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) gegen einen Stromausfall abgesichert, sondern oft auch einzelne Sender des Mobilfunknetzes und dessen Netzknoten. Dass in dem beschriebenen Fall beides ausfiel, ist ungewöhnlich genug. Die Ursache für den Stromausfall selbst ist darüber hinaus aber wohl ein Kurzschluss in dem Hochspannungsnetz der Region, bei dem gleich zwei Sicherheitssysteme versagt hätten, wie der niederländische Rundfunk NOS berichtet(öffnet im neuen Fenster) . Dies führte zu überhitzten Leitungen und Bränden. Die Leitungen fielen teils auf den Boden oder auf die Oberleitung der Bahn.


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