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Rechenzentrum und Server: ARM sieht in RISC-V nur wenig Konkurrenz

Für Chip-Designer ARM bringen RISC-V-CPUs zwar Konkurrenz in den Markt. Für wirklich leistungsfähige Chips soll das aber noch nicht gelten.

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ARM-Designs für Server-CPUs: Neoverse V1/N2 (Bild: ARM, Montage: Golem.de)

Auf einer Veranstaltung mit Pressevertretern hat der britische Chip-Designer ARM die Konkurrenzsituation zum freien CPU-Befehlssatz RISC-V eingestanden, allerdings mit Ausnahme von Server-Produkten. Das berichtet das britische Magazin The Register von der Veranstaltung. Der für die Produktlösungen bei ARM zuständige Dermot O'Driscoll sagte demnach, dass RISC-V den Wettbewerb leicht antreibe. Und weiter: "Es hilft uns allen, uns zu konzentrieren und sicherzustellen, dass wir es besser machen."

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Mit der freien Befehlssatz-Architektur RISC-V dürfte ARM tatsächlich im Bereich kleiner Controller massive Konkurrenz erhalten, obwohl der kommerzielle Durchbruch von RISC-V wohl erst beginnt. Aber vor allem jene Unternehmen, die bisher massenhaft ARM-Chips bezogen haben, gleichzeitig aber auch in der Lage sind, eigene Chips zu designen, wechseln hier auf RISC-V. Beispiele hierfür sind Nvidia, Samsung oder auch Western Digital, die bereits früh auf RISC-V setzten. Hinzu kommen immer mehr Branchengrößen wie etwa auch Apple oder zuletzt die Nasa.

Leistungsfähige Hauptprozessoren für übliche Consumer-Hardware auf Grundlage von RISC-V gibt es aber wenig. Bisher gibt es in dem Bereich lediglich einige RISC-V-Entwicklerboards, die an die Leistung von ARM-Kernen heranreichen sollen. Auch ein Android-Port läuft bereits und ein Laptop mit RISC-V-Kernen wurde inzwischen angekündigt. Ob und wann Consumer-Geräte aber wirklich mit RISC-V-CPUs erscheinen, ist derzeit ungewiss.

Eine vor allem auch noch darüber hinaus gehende Konkurrenz sieht ARM jedoch offenbar nicht. Das gelte vor allem für den Markt mit Server-Chips für Rechenzentren. Der für das Infrastrukturgeschäft bei ARM zuständige Chris Bergey sagte dazu: "Wir sehen RISC-V weder jetzt noch in naher Zukunft als einen bedeutenden Konkurrenten für uns im Bereich der Rechenzentren."