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Rechenzentrum: Schwarz Digits investiert 11 Milliarden Euro in Lübbenau

Die Schwarz Gruppe dürfte im Spreewald das teuerste Rechenzentrum Deutschlands bauen. Eine Anschlussleistung von zunächst rund 200 Megawatt ist geplant.
/ Achim Sawall
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Manager und Politiker machen erste Erfahrungen mit körperlicher Arbeit. (Bild: Schwarz Gruppe)
Manager und Politiker machen erste Erfahrungen mit körperlicher Arbeit. Bild: Schwarz Gruppe

Die Investition der Schwarz Gruppe in ihr neues Rechenzentrum in Lübbenau ist erheblich höher als erwartet. Wie Schwarz Digits beim ersten Spatenstich am 17. November 2025 bekannt gab(öffnet im neuen Fenster) , beträgt das Investitionsvolumen insgesamt 11 Milliarden Euro, die größte Einzelinvestition in der Unternehmensgeschichte – und laut Branchenexperten wahrscheinlich auch die bisher höchste Investition in ein Rechenzentrum in der deutschen Wirtschaftsgeschichte.

Der erste Bauabschnitt des Schwarz Digits Datacenter mit drei Modulen soll bis Ende 2027 fertiggestellt werden.

StackIT, der Cloudanbieter des Unternehmens, wird in Lübbenau künftig sein fünftes Rechenzentrum betreiben. Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) sagte: "Nur mit leistungsfähigen Rechenzentren können wir KI-Anwendungen im großen Stil einsetzen."

Stromnetz und Glasfaserzugang in Lübbenau sind leistungsfähig

Das Rechenzentrum wird laut Schwarz Gruppe mit einer Anschlussleistung von zunächst rund 200 Megawatt geplant und ist in zwei Bauabschnitten modular erweiterbar. Bis zu 100.000 GPUs könnten somit künftig im Rechenzentrum installiert werden. Diese werden unter anderem für das Training großer Modelle mit KI-Inferenz eingesetzt.

Die verbauten Server werden mit Direct Liquid Cooling ausgestattet. Die Abwärme mit bis zu 50 Grad werde in das Fernwärmenetz des regionalen Energieversorgers Süll eingespeist und an die Fernwärmekunden in Lübbenau und Umgebung verteilt.

Das Rechenzentrum wird nach Angaben des Konzerns im Regelbetrieb mit erneuerbaren Energiequellen betrieben. Lübbenau verfügt durch das frühere Braunkohlekraftwerk weiterhin über ein leistungsfähiges Stromverteilungs- und Übertragungsnetz. Durch den Betrieb eines größeren Glasfaser-Verteilknotens in der Lübbenauer Neustadt durch die Deutsche Telekom ist auch die Festnetzinfrastruktur vorhanden.


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