• IT-Karriere:
  • Services:

Rechenzentrum: Microsoft testet Wasserstoff statt Diesel für Notstrom

Ein Stromausfall im Rechenzentrum wird meist mit Dieselaggregaten überbrückt. Microsoft hat nun Brennstoffzellen mit Wasserstoff getestet.

Artikel veröffentlicht am ,
Microsoft will von Diesel auf Wasserstoff umsteigen.
Microsoft will von Diesel auf Wasserstoff umsteigen. (Bild: Reuters Marketplace - Hans Lucas Pictures)

Cloud-Betreiber Microsoft hat erfolgreich eine Reihe seiner Server in einem Rechenzentrum für 48 Stunden mit Strom aus Wasserstoff über Brennstoffzellen versorgt, wie das Unternehmen mitteilt. In der Ankündigung beschreibt Microsoft dies als weltweit ersten bekannten Test, der "eine lange prognostizierte saubere Energiewirtschaft in Schwung bringen" könne.

Stellenmarkt
  1. Interhyp Gruppe, München
  2. DAVASO GmbH, Leipzig-Mölkau

Üblicherweise wird bisher für die Notstromversorgung ganzer Rechenzentren auf riesige Dieselaggregate zurückgegriffen und damit eben auf einen fossilen Brennstoff. So auch bei Microsoft. Laut der Ankündigung trägt dies zwar nur rund ein Prozent zu den gesamten CO2-Emissionen des Unternehmens bei. Die Nutzung von Diesel sei jedoch für den kontinuierlichen Betrieb der Azure-Rechenzentren im Fall eines Stromausfalls wie bei allen anderen Anbietern absolut notwendig.

"In den letzten Jahren sind die Kosten für Wasserstoffbrennstoffzellen so stark gesunken, dass sie jetzt eine wirtschaftliche Alternative zu dieselbetriebenen Notstromaggregaten darstellen", schreibt Microsoft zu seinen Tests. Das passt offenbar sehr gut in den Plan des Unternehmens, bis zum Jahr 2030 klimaneutral zu werden und eben vollständig auf Diesel verzichten zu wollen - wenn auch die Geschäfte mit der Ölindustrie weitergehen sollen, wie wir in einer Analyse kritisiert haben.

Das nun von Microsoft als Notstromversorgung getestete Brennstoffzellensystem habe eine Leistung von 250 kW und könne eine Reihe von zehn voll bestückten Server-Racks problemlos über eine Dauer von 48 Stunden betreiben. Als nächstes möchte Microsoft ein System mit 3 MW Leistung testen, das dann den bisher genutzten Dieselaggregaten ebenbürtig sein soll.

Um ein ganzes Rechenzentrum bei einem sehr langen Stromausfall tatsächlich über 48 Stunden mit Hilfe von Brennstoffzellen mit Strom zu versorgen, schätzt Microsoft den Bedarf auf rund 100 Tonnen Wasserstoff. Um hier eine Versorgungssicherheit zu gewährleisten, gibt es im Unternehmen Überlegungen, ob und wie es selbst tätig werden könnte. Konkrete Details dazu gibt es aber noch nicht.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 34,49€
  2. 3,39€
  3. 8,75€
  4. 5,99€

Eldark 29. Jul 2020

Was für eine Art der Speicherung ist das ? Würde mich mal interessieren. Flüssigspeicher...

it-fuzzy 28. Jul 2020

Ich finde es gut, dass ein Unternehmen wie MS, das die Möglichkeit dazu hat, das dann...

Emanuele F. 28. Jul 2020

Oder das Heizöl schlecht geworden. Oder der Akku hinüber ;) ok, soll ja jetzt nicht...

Emanuele F. 28. Jul 2020

Oder einfach mit einer eigenen Elektrolyseanlage aus zugekauftem günstigem weil...

Emanuele F. 28. Jul 2020

Den Artikel fand ich schon damals schlecht recherchiert. Ja, bei einem mangelhaft...


Folgen Sie uns
       


Gocycle GX - Test

Das Gocycle GX hat einen recht speziellen Pedelec-Sound, aber dafür viele Vorteile.

Gocycle GX - Test Video aufrufen
Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /