Rechenzentrum: Google testet erfolgreich Akkus statt Diesel für Notstrom

Der Betrieb von Googles Rechenzentren soll klimaneutral werden. Das geht offenbar auch mit Akkus, die zudem das Stromnetz stützen sollen.

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Google nutzt in Belgien Akkus statt Dieselgeneratoren.
Google nutzt in Belgien Akkus statt Dieselgeneratoren. (Bild: Fluence)

Der IT-Konzern Google hat seinen ersten Langzeittest zur Nutzung von Netzspeichern als vollständige Notstromversorgung in einem Rechenzentrum in Belgien offenbar erfolgreich abgeschlossen und dies nun in den Regelbetrieb überführt. Das berichtet das Unternehmen in seinem Cloud-Blog und hofft, mit den gewonnenen Erfahrungen die Technik weltweit nutzen zu können.

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Beim Betrieb von Rechenzentren kommen üblicherweise mehrere Stufen einer Notstromversorgung zum Einsatz, die genutzt wird, falls der Hauptstrom aus dem Netz nicht mehr zur Verfügung steht. Dabei werden auch bisher schon Batterien und Akkus verwendet, meist aber nur als vergleichsweise kurze Lösung zur Überbrückung bis eine längerfristig nutzbare Stromquelle zur Verfügung steht. Letzteres sind bisher in den allermeisten Fällen eben Dieselgeneratoren, die auch über mehrere Stunden die Rechenzentren versorgen können. Kommt es hier zu Problemen, kann das sehr große Auswirkungen haben, wie ein Ausfall der Stromversorgung am DE-CIX vor einigen Jahren zeigte.

Auch Google nutzte standardmäßig Dieselgeneratoren. Mit Bezug auf den Akkutest heißt es aber: "Jetzt arbeiten wir daran zu zeigen, dass eine bessere, sauberere Lösung dazu beitragen kann, das Internet im Falle einer Stromunterbrechung am Laufen zu halten. Noch besser, wenn die Batterien nicht für die Notstromversorgung verwendet werden, können wir sie verwenden, um lokale Netzbetreiber beim Ausgleich des Netzes zu unterstützen."

Wenige Details zur Akkutechnik

Technische Details zu dem genutzten Akkus und dem gesamten System der Stromversorgung nennt Google nicht. Laut einer zu Beginn der Tests veröffentlichten Schätzung geht Google jedoch davon aus, dass weltweit Dieselgeneratoren für Rechenzentren mit einer Leistung von zusammen 20 Gigawatt vorgehalten werden. Angesichts der riesigen Anzahl von Rechenzentren ist dies ein vergleichsweise geringer Wert im Vergleich zu der Leistung, die große Netzspeicher wie jene von Tesla liefern können. Letztere liegen regelmäßig bei 100 oder gar 300 Megawatt mit Speicherkapazitäten bis zu 450 Megawattstunden.

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Für die Notstromversorgung der Rechenzentren wichtig sein dürften aber nicht zwingend die Spitzenleistungen der Akkus, sondern eher deren Speicherkapazitäten und damit die Dauer der verfügbaren Stromversorgung, bis andere Quellen genutzt werden können. Google setzt hier unter anderem auf Solar- und Windkraft, die teils direkt für das Rechenzentren bereitsteht und genutzt werden kann.

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