Abo
  • IT-Karriere:

Rechenzentrum: Feueralarm zerstört Festplatten, Nasdaq betroffen

Durch den hohen lauten Ton einer Löschanlage wurden in einem schwedischen Rechenzentrum mehrere Festplatten beschädigt oder zerstört. Dadurch konnte der Börsendienst Nasdaq nicht arbeiten. Das Problem: In ganz Schweden gebe es nicht genug Server, um den Schaden direkt zu beheben.

Artikel veröffentlicht am ,
Durch hohe laute Töne können Festplatten beschädigt werden.
Durch hohe laute Töne können Festplatten beschädigt werden. (Bild: Pixabay.com/Montage: Golem.de/CC0 1.0)

Im schwedischen Rechenzentrum Digiplex hat ein Feueralarm Festplatten zerstört. Der Grund sei der extrem laute Ton, der durch das Freisetzen des Löschgases ausging. Das berichtet das Onlinemagazin Bleepingcomputer. Durch den Vorfall wurden mehrere Dienste unterbrochen, darunter die Aktivitäten der elektronischen Börse Nasdaq. Das Problem ist, dass in der Region nicht genug Backup-Kapazitäten vorhanden seien und es schwierig werde, den Betrieb vollständig wieder aufzunehmen, heißt es. Dadurch musste Nasdaq Ressourcen teilweise importieren.

Stellenmarkt
  1. SICK AG, Waldkirch bei Freiburg im Breisgau
  2. Hochschule Heilbronn, Heilbronn

Der Vorfall ereignete sich mitten in der Woche an einem Mittwoch, so dass um 8 Uhr morgens der Börsendienst nicht arbeiten konnte. Betroffen seien aber auch die finnische Bank FIM Bank und die OP Bankgruppe. Nasdaq konnte den Betrieb um 14 Uhr des gleichen Tages wieder aufnehmen. Die Börse hat Backupsysteme bei anderen Dienstleistern eingeschaltet. Innerhalb des Digiplex-Rechenzentrums mietet Nasdaq laut dem Anbieter aber auch nur Stellplätze und baut dort eigene Ausrüstung auf.

Festplatten reagieren schlecht auf Vibrationen

Die starken Schallwellen, die von lauten Tönen ausgehen, wirken sich negativ auf Festplatten aus. In diesem konkreten Fall hat der Feueralarm sicherlich die Magnetscheiben so stark vibrieren lassen, dass sie oder der Schreibkopf beschädigt beziehungsweise zerstört wurden. Durch Abstände im Mikrometerbereich kann jede kleine Bewegung zerstörerisch wirken. Der Systemadministrator Brendan Gregg zeigt die Auswirkung durch hochfrequente Töne auch in seinem Rechenzentrum, indem er in die Storage Racks hineinschreit. Er hat das Ergebnis auf Youtube hochgeladen.

Dies ist auch nicht das erste Mal, dass Festplatten durch hohe Töne beschädigt wurden. Ende 2016 hat ein ähnlicher Feueralarm bei einer Routineübung Kapazitäten der ING Bank in Rumänien lahmgelegt.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 69€ + Versand (Vergleichspreis 85,04€ + Versand)
  2. (aktuell u. a. Intel Core i5-9600K boxed für 229€ + Versand statt 247,90€ + Versand im...
  3. (u. a. Lenovo Legion Y530-15ICH für 699€ + Versand - Bestpreis!)

Pirke 24. Apr 2018

Wieso nicht? Hab schon Fälle gehabt da sind von 180 Platten in der Kiste über 100 hops...

Pirke 24. Apr 2018

Eben, so ein ding steht unter druck und wen da irgendein Ventil oder ne Leitung...

ArcherV 24. Apr 2018

Die HDDs altern trotzdem. Nach den 30 Jahren dürfte Ende sein. https://de.m.wikipedia...

mushid0 24. Apr 2018

doch nicht der feuermelder ist hier laut sondern der löschvorgang selbst. das ausströmen...

mushid0 24. Apr 2018

es gibt schalldämpfer für sowas. jeder normale mensch baut sowas auch ein


Folgen Sie uns
       


e.Go Life: Ein Auto, das lächelt
e.Go Life
Ein Auto, das lächelt

Das Auto ist zwar klein, bringt aber sogar gestandene Rennfahrer ins Schwärmen: Das Aachener Unternehmen e.Go Mobile hat seine ersten Elektroautos ausgeliefert. In einer Probefahrt erweist sich der Kleinwagen als sehr dynamisch.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Elektroauto Skoda Citigo e iV soll 265 km weit fahren
  2. Eon-Studie Netzausbau kostet maximal 400 Euro pro Elektroauto
  3. EZ-Pod Renault-Miniauto soll Stadtverkehr in Kolonne fahren

LTE-V2X vs. WLAN 802.11p: Wer hat Recht im Streit ums Auto-WLAN?
LTE-V2X vs. WLAN 802.11p
Wer hat Recht im Streit ums Auto-WLAN?

Trotz langjähriger Verhandlungen haben die EU-Mitgliedstaaten die Pläne für ein vernetztes Fahren auf EU-Ebene vorläufig gestoppt. Golem.de hat nachgefragt, ob LTE-V2X bei direkter Kommunikation wirklich besser und billiger als WLAN sei.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Vernetztes Fahren Lobbyschlacht um WLAN und 5G in Europa
  2. Gefahrenwarnungen EU setzt bei vernetztem Fahren weiter auf WLAN

Kontist, N26, Holvi: Neue Banking-Apps machen gute Angebote für Freelancer
Kontist, N26, Holvi
Neue Banking-Apps machen gute Angebote für Freelancer

Ein mobiles und dazu noch kostenloses Geschäftskonto für Freiberufler versprechen Startups wie Kontist, N26 oder Holvi. Doch sind die Newcomer eine Alternative zu den Freelancer-Konten der großen Filialbanken? Ja, sind sie - mit einer kleinen Einschränkung.
Von Björn König


      •  /