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Rechenzentren und Training: Microsoft investiert Milliarden in Deutschland

Laut Bundeskanzler Olaf Scholz ist das Milliardenaufgebot ein "Vertrauensbeweis in die deutsche Volkswirtschaft" .
/ Oliver Nickel
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Deutschland scheint für Microsoft wichtig zu sein. (Bild: Pixabay.com)
Deutschland scheint für Microsoft wichtig zu sein. Bild: Pixabay.com

Microsoft hat eine milliardenschwere Investition in Deutschland angekündigt. Insgesamt sollen 3,2 Milliarden Euro in den nächsten zwei Jahren in Rechenzentren gesteckt werden. Die Kapazitäten werden dann vor allem für den Einsatz von KI-Systemen innerhalb des Landes eingesetzt. "Das sind Veränderungen, die für uns alle wichtig sind" , sagte Microsoft-Deutschland-CEO Dr. Marianne Janik auf einer Pressekonferenz.

Das Unternehmen wird sich vor allem auf zwei Standorte in Deutschland konzentrieren. Es werden Rechenzentren im Rheinischen Revier nahe Köln und rund um Frankfurt am Main entstehen. Microsoft nennt dabei bisher keine genauen Standorte. Durch den Bau sollen diverse Jobs entstehen. "Da gibt es drei verschiedene Arten von Jobs: Die, die Rechenzentren aufbauen und solche, die sie letztlich betreiben" , sagte Brad Smith, Corporate VP bei Microsoft. Als dritte Jobkategorie benennt er jene Arbeitsplätze, die Microsoft durch KI-Systeme ermöglichen möchte. Insgesamt soll die Rechenkapazität durch mehr Geld verdoppelt werden.

Ein Teil der Investition soll jedoch nicht für den Bau neuer Kapazitäten, sondern für das Training einer neuen Generation von KI-Experten aufgewendet werden. Aktuell muss Microsoft beispielsweise den Nutzen von Software wie Copilot vermitteln und bei Bedarf Kunden in dessen Umgang schulen. Ziel ist es laut Microsoft, 1,2 Millionen Menschen mit Bildungsprogrammen und Förderungen zu erreichen und für KI fit zu machen.

Bundeskanzler spricht von "Vertrauensbeweis"

Die kurzfristige und signifikante Investition ist "Vertrauensbeweis in die deutsche Volkswirtschaft" , sagte Bundeskanzler Olaf Scholz auf der Pressekonferenz. Er ergänzt: "Solche Projekte zeigen, wie attraktiv der Standort und das Vertrauen von Investoren in Deutschland ist." Allerdings kamen weitere Fragen aus dem Pressepublikum auf. Beispielsweise sei es wichtig, die Bürokratie und damit Hürden für ausländische Investments in Deutschland abzubauen.

"Ich hoffe immer, dass es irgendwann mal schneller geht" , sagte Brad Smith in der Fragerunde. Er schlug dabei den Bogen zu eigenen Produkten. KI könne etwa dabei helfen, Aufgaben in der Verwaltung zu übernehmen und Prozesse zu beschleunigen.


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