Rechenzentren: Microsoft tauscht Server künftig nur alle sechs Jahre aus

Bisher ist Netzwerk- und Serverhardware bei Microsoft alle vier Jahre gewechselt worden. Das Unternehmen verspricht sich vor allem eines: Geld.

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Microsoft wechselt Hardware schneller.
Microsoft wechselt Hardware schneller. (Bild: Pixabay.com/Montage: Golem.de/Pixabay License)

Microsoft wird die Betriebsdauer seiner Server für Clouddienste weiter erhöhen. Statt vier Jahre soll Hardware nun sechs Jahre lang laufen. Mit den Servern stellt das Unternehmen Produkte wie Microsoft Azure, Windows 365 und Office 365 zur Verfügung. Gleiches gilt für Netzwerkausrüstung innerhalb der Rechenzentren - Router, Switches und mehr. "Wir verlängern die abschreibungsfähige Nutzungsdauer für Server- und Netzwerkausrüstung in unserer Cloudinfrastruktur von vier auf sechs Jahre", sagt CFO Amy Hood in einem Quartalsbericht (via The Register).

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Durch Fortschritte bei der Software könne Microsoft Server effizienter und sparsamer betreiben, heißt es. Zudem sei Hardware immer widerstandsfähiger gegenüber Ausfällen und müsse deshalb weniger schnell ausgetauscht werden. Ein primäres Ziel dürfte allerdings sein, durch längere Betriebszyklen viel Geld einzusparen. Hood geht von Einsparungen im Bereich von 3,7 Milliarden US-Dollar aus - jährlich. 1,1 Milliarden davon sollen bereits im folgenden Quartal sichtbar sein.

Microsoft kommt AWS und Google nach

Microsoft ist der dritte Cloudanbieter nach AWS und Google, der Betriebszeiten für Server erhöht hat. AWS will Server künftig für fünf Jahre und Netzwerkausrüstung für sechs Jahre am Stück betreiben - eine Verlängerung von einem Jahr. Google verlängert indes die Betriebsdauer von drei auf vier Jahre und bleibt damit ein Anbieter, der mit hoher Wahrscheinlichkeit die aktuellste Hardware verbaut.

Microsoft-Kunden sollten sich auf jeden Fall darauf einstellen, länger keine aktuellen CPU-Kerne für virtuelle Maschinen und andere Dienste zu erhalten. In der Cloud könnte das durch sinkende Kosten oder einfach durch horizontale Skalierung, also dem Hinzufügen weiterer Rechenressourcen, kompensiert werden. Derweil müssen sich Hersteller wie Intel und AMD auf einen Absatzrückgang bei Server-CPUs einstellen, da diese künftig nicht mehr so oft nachgekauft werden.

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