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Rechenzentren: HP will offene Netzwerk-Switches verkaufen

Um Kundenwünsche besser zu bedienen, will HP nun auch offene Netzwerk-Switches mit Linux-Systemen verkaufen. Damit tritt das Unternehmen etwa in Konkurrenz zu Facebook, das seine Designs offenlegen will. Ob HP zum Open Compute Project beiträgt, bleibt unklar.
/ Sebastian Grüner
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HP will offene Switches mit einer Linux-Distribution verkaufen. (Bild: Cumulus)
HP will offene Switches mit einer Linux-Distribution verkaufen. Bild: Cumulus

Eine höhere Flexibilität und eine bessere Kontrolle über das Netzwerk von Rechenzentren verspricht HP seinen Kunden mit einer Reihe neuer Switches(öffnet im neuen Fenster), die wesentlich offener sein sollen als bisher. Damit sollen die Wünsche erfüllt werden, die durch Cloud-Computing oder Big-Data sowie die entsprechend veränderten Anforderungen entstehen.

Zunächst will das Unternehmen Geräte anbieten, die in einer sogenannten Spine-Leaf-Topologie(öffnet im neuen Fenster) eingesetzt werden können. Mit der Hardware von HP sollen in diesem Mesh-Netzwerk Spines mit 40 GBit/s und die Leafs mit 10 GBit/s angebunden werden können. In der zweiten Hälfte dieses Jahres soll das Angebot um Switches mit Transferraten von 25, 50 oder 100 GBit/s erweitert werden, was den hohen Anforderungen moderner Rechenzentren genügen soll.

Gebaut wird die Hardware vom Hersteller Accton(öffnet im neuen Fenster) aus Taiwan, mit dem HP bereits seit Jahren zusammenarbeitet. Als Betriebssystem soll die Linux-Distribution Cumulus(öffnet im neuen Fenster) des gleichnamigen Unternehmens verwendet werden. Bis vor einigen Jahren sind Netzwerkgeräte wie Switches üblicherweise mit einem hauseigenen Betriebssystem des Herstellers vertrieben worden. Mit diesen waren aber nur sehr geringe Eingriffe in das System möglich und sie waren meist proprietär.

Open Compute Project als starke Konkurrenz

Das Open Compute Project (OCP), in dem verschiedene Unternehmen gemeinsam offene Hardware für Rechenzentren erstellen, zeigt, dass die Industrie ein großes Interesse an den damit verbundenen Möglichkeiten hat. HP tritt mit seinem Angebot nun in direkte Konkurrenz zu jenen und setzt anders als etwa Cisco auf diesen wachsenden Trend.

Vergangene Woche hatte Facebook das Design eines selbst erstellten Switches vorgestellt und angekündigt, dieses im OCP bereitstellen zu wollen. Damit könnten bisherige Großkunden von HP oder Cisco ihre benötigte Hardware einfach selbst bauen oder bauen lassen, was das eigentliche Ziel des OCP ist. Inwiefern und ob HP zum OCP beitragen wird, ist derzeit nicht bekannt.


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