Rechenbeschleuniger: Google bietet VMs mit Nvidias Tesla V100 an
Google hat seine Compute Engine und seine Kubernetes Engine mit Nvidias Tesla V100 aufgerüstet(öffnet im neuen Fenster). Dahinter versteht der Hersteller virtuelle Maschinen, die von Kunden für ihre Jobs gemietet werden können. Bisher bot Google die Systeme nur mit älteren Tesla P100 und den noch älteren Tesla K80 an. Die neuen Tesla V100 sind allerdings nur als Beta verfügbar, genauso wie Googles selbst entwickelte TPU v2 (Tensor Processing Units).
Verglichen mit den Tesla P100 und den Tesla K80 sind die Tesla V100 recht teuer: Bei der Compute/Kubernetes Engine verlangt Google statt 45 Cent sowie 1,45 US-Dollar nun 2,48 US-Dollar pro Stunde. Wer die virtuelle Maschine dauerhaft verfügbar haben möchte, muss mit Aufpreisen von bis zu 30 Prozent rechnen, schreibt Google. Die Kosten addieren sich auf die regulären CPU-basierten VMs auf. Der Hersteller nutzt die Tesla V100 als SMX2-Module, die mittels Nvidias proprietärem NV-Link kommunizieren.

Als Beispiel, wo die Tesla V100 ihre sehr hohe Rechenleistung ausspielen können, nennt ein Google-Partner namens Lead Stage(öffnet im neuen Fenster) die Optische Zeichenerkennung(öffnet im neuen Fenster), bei der sich maschinell Texte einlesen lassen. Das sollen die Nvidia-Rechenbeschleuniger auch bei schlechtem Quellmaterial gut beherrschen, denn die Chips weisen hierzu 119,2 Teraflops (Matrix-Multiplikation mit FP16-Input/FP32-Output) auf. Google verwendet noch die Variante mit 16 GByte HBM2-Speicher, die Tesla V100 gibt es mittlerweile mit 32 GByte Stacked-Memory.
Neben Google setzt Amazon die Tesla V100 bereits in der AWS-Cloud, auch IBM verbaut sie in seinen Servern und zudem Microsoft in den Azure-Systemen. Abseits der USA gibt es Tesla V100 in den Rechenzentren von Alibaba, Baidu und Tencent in China.
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