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Rechberghausen: Telekom verhindert Glasfaser durch Vectoringausbau

Liegt erst einmal Vectoring, kann die Kommune selbst keine Glasfaseranschlüsse mehr ausbauen. Damit hat die Telekom FTTB in der Gemeinde Rechberghausen verhindert.
/ Achim Sawall
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Vectoringausbau der Deutschen Telekom (Bild: Deutsche Telekom)
Vectoringausbau der Deutschen Telekom Bild: Deutsche Telekom

Der Landkreis Göppingen in Baden-Württemberg will überall einen Glasfaserausbau bis ans Haus (FTTB) ausführen und liegt vorn im Breitbandatlas. In der Kreisstadt Göppingen sind laut einem Bericht der Südwest Presse(öffnet im neuen Fenster) bereits über 95 Prozent der Haushalte angeschlossen. In der Gemeinde Rechberghausen im Norden des Landkreises war der Glasfaserausbau nicht möglich, weil die Deutsche Telekom kurz zuvor Vectoring ausbaute.

Laut Gesetzeslage könne die Kommune selbst nicht mehr tätig werden, wenn 50 MBit/s bereits verfügbar sind. Mit Vectoring sind bis zu 100 MBit/s möglich, im Upload werden bis zu 40 MBit/s erreicht. Je näher der Kunde am Multifunktionsgehäuse wohnt, desto höher ist die Geschwindigkeit. Super Vectoring, der nächste Ausbauschritt zu Vectoring, soll ab dem kommenden Jahr 250 MBit/s oder 300 MBit/s erlauben.

Kreiswirtschaftsförderer Alexander Fromm, der sich für einen Glasfaserausbau engagiert, sagte der Südwest Presse zum Thema Datenübertragungsrate beim Vectoring: "Das reicht im nächsten Jahr vielleicht schon nicht mehr."

Telekom-Sprecher Hubertus Kischkewitz verteidigte auf Anfrage von Golem.de das Vorgehen des Konzerns. Man halte sich an die Regeln zu Markterkundungsverfahren und Ausschreibungen. Auch für Kommunen und Landkreise gelte: "In Deutschland ist Infrastrukturwettbewerb erwünscht. Es gibt keinen Investitionsschutz für bestimmte Anbieter. Das würde den Wettbewerbsregeln fundamental widersprechen. Im Übrigen dürfen Steuermittel nur für die Bereiche eingesetzt werden, wo sich kein privater Investor findet. Alles andere wäre Verschwendung und verdrängt private Investitionen."

Der Partner für den Glasfaserausbau des Landkreises Göppingen ist die Internetagentur Imos(öffnet im neuen Fenster), an der Energieversorgung Filstal (EVF), eine Tochter der Stadtwerke Göppingen und Geislingen, als Gesellschafter beteiligt ist.


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