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Rearvision: Ex-Apple-Ingenieure entwickeln Dualautokamera

Rückfahrkameras sollen Autofahrern durch mehr Übersicht das rückwärtige Ausparken erleichtern. Doch Millionen älteren Autos fehlt die Technik. Mit Rearvision kommt eine Nachrüstlösung auf den Markt, die mit ein paar Handgriffen montiert werden kann.
/ Andreas Donath
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Rearvision: Dualkamera für den hinteren Kennzeichenträger (Bild: Pearl)
Rearvision: Dualkamera für den hinteren Kennzeichenträger Bild: Pearl

Das von ehemaligen Apple-Ingenieuren gegründete Startup Pearl(öffnet im neuen Fenster) will Zubehör für Autos anbieten, mit denen Funktionen aktueller Modelle nachgerüstet werden können. Das erste Produkt ist mit Rearvision(öffnet im neuen Fenster) eine Dualkamera für den hinteren Kennzeichenträger. Der Akku der Kamera wird mit Solarzellen aufgeladen, die sich am Rahmen befinden. Ein Tag in der Sonne soll nach Angaben des Unternehmens für ungefähr eine Woche Betriebsdauer ausreichen, ein vollgeladener Akku für ungefähr einen Monat.

Pearl RearVision (Herstellervideo)
Pearl RearVision (Herstellervideo) (00:15)

Per WLAN wird das System mit dem Smartphone verbunden. Auch ein Modul für den OBD-Port ist verbunden, um Informationen zur Geschwindigkeit und anderen Daten ebenfalls zur App übertragen zu können. So erkennt das System auch, ob der Fahrer rückwärts fährt und aktiviert die Übertragung. Bei Geradeausfahrt wird die Bildübertragung ausgeschaltet.

Die Kameras bieten einen 180-Grad-Blickwinkel. Ihr Bild kann auf dem Smartphone betrachtet werden. Bei Bedarf kann der Nutzer einen Ausschnitt anzeigen oder im Bild scrollen. Die App soll das Videobild auch auswerten können und mit akustischen und optischen Hinweisen vor Hindernissen im Weg warnen. Künftig sollen im Video Markierungen eingeblendet werden, die den Fahrweg des Autos anzeigen, um das Einparken zu erleichtern.

Der Kennzeichenhalter Rearvision soll ab September für US-Autokennzeichen angeboten werden und rund 500 US-Dollar kosten. In den USA müssen ab 2018 alle neuen Pkws mit einer Rückfahrkamera ausgerüstet sein. Altfahrzeuge müssen zwar nicht nachgerüstet werden, doch gerade hier sieht das Unternehmen seine Marktchancen. Künftig sollen weitere Systeme zum Nachrüsten angeboten werden. Welche dies seien, teilte Pearl noch nicht mit.


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