Kamera mit Periskoptele

Die Hauptkamera des X3 Superzoom verwendet wie das Realme X50 Pro den Isocell Bright GW1, einen Bildsensor von Samsung mit 64 Megapixeln. Dazu kommt eine Superweitwinkelkamera mit 8 Megapixeln, eine Makrokamera mit 2 Megapixeln sowie das Teleobjektiv mit 8 Megapixeln. Dieses ist in Periskopbauweise eingebaut, was eine fünffache Vergrößerung in kompakter Bauweise ermöglicht. Smartphones mit derartigen Teleobjektiven kosten für gewöhnlich mehr als das X3 Superzoom.

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Bei Tageslicht macht die Hauptkamera Fotos, die sich in der Qualität kaum von denen des X50 Pro unterscheiden. Bei der Belichtung und dem Weißabgleich sind keine nennenswerten Unterschiede zu erkennen, auch die Schattenzeichnung ist identisch. In der Detailvergrößerung wirken die Kanten beim X3 Superzoom etwas schärfer, was zu minimalen Artefakten führt - das erkennen wir aber nur unter starker Vergrößerung.

Wie das X50 Pro kann auch das X3 Superzoom Bilder mit vollen 64 Megapixeln aufnehmen. Die Fotos gewinnen dann an Schärfe, zudem haben sie keine nennenswerten Artefakte mehr. Die hohe Auflösung wird auch für die in der Kamera-App auswählbare zweifache Vergrößerung ausgenutzt: Das Smartphone hat keine optische Zweifachvergrößerung, sondern verwendet dafür einen Ausschnitt des 64-Megapixel-Sensors. Die Ergebnisse sind brauchbar, aber von der Qualität nicht mit dem optischen Zweifachtele des X50 Pro vergleichbar.

Fünffachtele in Periskopbauweise

Dafür hat das X3 Superzoom eine optische Fünffachvergrößerung: Das Periskoptele bringt auch weit entfernte Objekte nah heran. Die Bilder sind zwar nicht so scharf wie die der Hauptkamera, was schlicht an der geringeren Auflösung liegen dürfte. Details werden aber gut dargestellt, die Belichtung stimmt. Bei der Aufnahme verhindert ein optischer Bildstabilisator verwackelte Bilder. Verglichen mit digitaler Fünffachvergrößerung ist die Qualität des Teleobjektivs des X3 Superzoom wesentlich besser.

  • Die Hauptkamera des Realme X3 Superzoom verwendet wie das X50 Pro einen 64-Megapixel-Sensor von Samsung. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Weitwinkelkamera hat 8 Megapixel. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die zweifache Vergrößerung wird digital erzeugt, verwendet wird dafür die Hauptkamera. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die fünffache Vergrößerung hingegen stammt vom Periskoptele, entsprechend gut ist die Bildqualität. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Auch die digital optimierte Zehnfachvergrößerung ist qualitativ in Ordnung. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die 60-fache Vergrößerung hingegen dient wie bei anderen Smartphones mit derartig hohem Zoomfaktor nur Dokumentationszwecken. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Zum Vergleich: das gleiche Motiv, mit dem Realme X50 Pro aufgenommen. Die Bildqualität ist vergleichbar gut. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Bei der Weitwinkelaufnahme belichtet das X50 Pro manchmal die Schatten etwas dunkler als das X3 Superzoom. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das X50 Pro hat eine zweifache Telekamera, entsprechend ist die Qualität derartiger Aufnahmen besser. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die fünffache Vergrößerung hingegen ist digital erzeugt und qualitativ schlechter als die des X3 Superzoom. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Frontkamera des X3 Superzoom ermöglicht herkömmliche Aufnahmen ...
  • ... sowie Superweitwinkelbilder. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Eine mit dem X3 Superzoom gemachte Tageslichtaufnahme (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Eine mit dem X3 Superzoom gemachte Tageslichtaufnahme (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Makrokamera ist wie die des X50 Pro im Alltag für uns nur für Schnappschüsse nutzbar. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Eine mit dem Sternenhimmelmodus gemachte Aufnahme (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Realme X3 Superzoom hat ein 6,6 Zoll großes 120-Hz-Display. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die duale Frontkamera ist in einem Loch im Display verbaut. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Auf der Rückseite ist eine Vierfachkamera eingebaut. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der Sensor der Hauptkamera hat 64 Megapixel, außerdem gibt es ein Periskoptele mit fünffacher optischer Vergrößerung. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der Fingerabdrucksensor ist im Ein-Schalter verbaut. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der einzelne Lautsprecher hat einen guten Klang. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Einen Klinkenanschluss für Kopfhörer hat das Realme X3 Superzoom nicht. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Die Hauptkamera des Realme X3 Superzoom verwendet wie das X50 Pro einen 64-Megapixel-Sensor von Samsung. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
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Wir können in der Kamera-App auch noch eine zehnfache Vergrößerung wählen, die dann digital erstellt wird. Auch diese Aufnahmen sind noch absolut brauchbar, wenngleich die Schärfe nachlässt. Das X3 Superzoom ermöglicht sogar Aufnahmen mit bis zu sechzigfacher Vergrößerung. Wie bei anderen Smartphones mit derartig hohen Vergrößerungen dienen sie aber auch beim X3 Superzoom eher zu dokumentarischen Zwecken, die Auflösung gibt schlichtweg nicht mehr her. Ebenfalls im Alltag nicht sonderlich nützlich finden wir die Makrokamera: Die Bildqualität ist wie beim X50 Pro nicht gut genug, als dass wir ernsthaft Fotos damit aufnehmen würden.

Der Nachtmodus des X3 Superzoom hat eine zusätzliche Funktion, mit der ein Sternenhimmel aufgenommen werden kann. Diese Option haben das X50 Pro sowie die von uns getesteten Realme-Modelle der 6er-Reihe nicht. Mit aktiviertem Sternenmodus können wir tatsächlich gute Bilder des Nachthimmels aufnehmen. Dafür werden viereinhalb Minuten lang zahlreiche Einzelaufnahmen gemacht, die dann zu einem Gesamtbild zusammengefügt werden, auf dem die Sterne scharf abgebildet werden - das Smartphone sollte entsprechend fixiert werden, idealerweise auf einem Stativ. Der herkömmliche Nachtmodus erzielt vergleichbare Resultate wie beim X50 Pro: Dunkle Bereiche werden aufgehellt, helle Stellen gedimmt. Die Schärfe der Nachtaufnahmen ist gut, dank der ausgeglichenen Bilddynamik sehen die Bilder gut aus.

Die Frontkamera besteht wie beim X50 Pro aus zwei Modulen, die Weitwinkel- und Superweitwinkelaufnahmen ermöglichen. Dadurch können wir bei Bedarf den Aufnahmewinkel verkleinern, um beispielsweise mehr Personen auf das Bild zu bekommen. Die Bildqualität ist bei beiden Kameras gut, auch der Porträtmodus funktioniert problemlos.

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Videos können wir mit einer maximalen Auflösung von 4K mit 30 oder 60 fps aufnehmen. In 4K können wir allerdings keine Filme mit der Superweitwinkelkamera machen. Die Videoaufnahmen werden durch eine digitale Stabilisierung ruhig gehalten.

Insgesamt gefällt uns die Kamera des X3 Superzoom gut, sie erzielt aufgrund der größeren Flexibilität ein besseres Testergebnis als die Kamera des X50 Pro. Das liegt vor allem am Periskoptele, aber auch an der Sternenhimmelfunktion, die das X50 Pro nicht hat. Smartphones in der Preisklasse des X3 Superzoom mit dualer Frontkamera und optischer Fünffachvergrößerung sind nicht leicht zu finden, das neue Realme-Gerät sticht hier aus der Konkurrenz hervor.

Auch bei der restlichen Hardware gibt es Überraschungen - vor allem, was das SoC betrifft.

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 Realme X3 Superzoom im Test: Die Smartphone-Alternative mit dem SoC von gesternTop-Prozessor aus dem Jahr 2019 
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