Guter dreifacher Digitalzoom

Das Realme 8 Pro hat kein Teleobjektiv, bietet Nutzern aber einen digitalen Zoom. Realme spricht dabei von einem In-Sensor-Zoom, da die Vergrößerung nicht durch Cropping, also dem bloßen Ausschneiden erstellt werden soll. Stattdessen werde nur ein 12 Megapixel großer Ausschnitt bei der Aufnahme verwendet, weshalb die Qualität besser sein soll.

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Tatsächlich sind die Dreifachvergrößerungen gut: Die Schärfe stimmt, erst unter starker Vergrößerung ist erkennbar, dass es sich nicht um eine optische Vergrößerung handelt. Gleichwertig zu einer optischen Vergrößerung, wie Realme behauptet, ist der Zoom aber natürlich nicht - im Alltag aber absolut nutzbar.

Bei Nachtaufnahmen hinterlässt die Hauptkamera einen guten Eindruck auf uns: Der Nachtmodus sorgt für eine bessere Ausleuchtung der Szenen und für eine Verringerung von Artefakten, was aber natürlich zu Lasten der Details geht. Auch in spärlich beleuchteten Innenräumen macht das Realme 8 Pro mit seiner Hauptkamera gute Aufnahmen; das Superweitwinkelobjektiv hingegen ist weniger gut für Nachtaufnahmen geeignet, das ist aber auch bei vielen deutlich teureren Smartphones so.

Guter Zoom bei Videoaufnahmen

Videos können wir in maximal 4K mit 30 fps aufnehmen. Neben einer automatischen Bildstabilisierung gibt es eine Ultrastabilisierung, die durch Cropping des Bildes ermöglicht wird. Die Stabilisierung lässt sich noch einmal steigern, dann verwendet das Realme 8 Pro allerdings das Superweitwinkelobjektiv - entsprechend ist die Videoqualität etwas geringer. Interessant ist die Möglichkeit, mithilfe eines Schiebereglers am linken Rand die Zoom-Geschwindigkeit anzupassen und so sehr langsam oder auch sehr schnell zoomen zu können.

  • Das Realme 8 Pro hat eine Rückseite aus Kunststoff, die wie ein Reflektor glänzt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der auffällige Schriftzug ist für manchen vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Auf der Rückseite ist eine Vierfachkamera eingebaut. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das AMOLED-Display ist 5,4 Zoll groß. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Frontkamera hat 16 Megapixel. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Realme 8 Pro hat einen Klinkenanschluss für Kopfhörer. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Eine Aufnahme mit der Hauptkamera des Realme 8 Pro bei trübem Wetter (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Superweitwinkelkamera macht gut belichtete Bilder, hat aber weniger Schärfe. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Eine optische Vergrößerung hat das Realme 8 Pro nicht; der Digitalzoom ist bis zu einer dreifachen Vergrößerung aber gut. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der Weißabgleich stimmt, die Farben sind gut. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Makrokamera hat eine zu niedrige Auflösung, um sie sinnvoll einzusetzen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Bei schwierigen Lichtverhältnissen macht die Hauptkamera gute Bilder. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Mit dem Nachtaufnahmemodus lassen sich auch nachts gute Aufnahmen machen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Eine Aufnahme mit der Hauptkamera des Realme 8 Pro bei trübem Wetter (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
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Insgesamt überzeugt die Kamera des Realme 8 Pro vor allem durch den Sensor der Hauptkamera. Der Samsung-Chip macht gute Bilder, die bei voller Auflösung auch eine hohe Schärfe aufweisen können. Die Bilddynamik im Standardmodus ist gut, auch bei schlechtem Licht lassen sich ordentliche Fotos machen. Die Superweitwinkelkamera fällt qualitativ merklich von der Hauptkamera ab, ist aber noch brauchbar - die Makrokamera halten wir hingegen für überflüssig.

Nicht nur der Sensor der Hauptkamera des Realme 8 Pro ist von Samsung, auch das Display stammt vom südkoreanischen Hersteller: Zum Einsatz kommt ein 6,4 Zoll großes Super-AMOLED-Display mit einer Auflösung von 2.400 x 1.080 Pixeln. Der Bildschirm hat eine sehr gute Blickwinkelstabilität und ist scharf, unser Eindruck ist sehr gut. Eine höhere Bildrate als 60 Hz unterstützt das Display allerdings nicht.

Im Inneren des Smartphones steckt Qualcomms Snapdragon 720G, also ein bereits etwas älterer Chip der gehobenen Mittelklasse. Für alltägliche Aufgaben aber auch die meisten Spiele reicht das SoC vollkommen aus, Benchmark-Werte wie etwa des Snapdragon 888 erreicht der Chip aber natürlich nicht. Beim Preis des Realme 8 Pro ist das aber auch vollkommen in Ordnung.

Viel Platz für SIM- und Speicherkarten

Der Arbeitsspeicher ist je nach Variante 6 oder 8 GByte groß, der eingebaute Flash-Speicher bei beiden Varianten 128 GByte. Ein Steckplatz für Micro-SD-Karten ist eingebaut; Nutzer können die Speicherkarte parallel zu zwei SIM-Karten verwenden. Das Realme 8 Pro unterstützt kein 5G, was angesichts des Preises und der restlichen Ausstattung ebenfalls in Ordnung ist.

Der Akku hat eine Nennladung von 4.500 mAh und lässt sich mit 50 Watt schnellladen. Realme nennt sein Ladesystem Super Dart Charge, offenbar entspricht es dem Warp-Charge-System des ebenfalls zum BBK-Konzern gehörenden Herstellers Oneplus. Schließen wir das 65-Watt-Netzteil des Oneplus 9 an das Realme-Gerät an, erscheint wie beim mitgelieferten Netzteil der Hinweis zu Super Dart Charge.

In weit unter einer Stunde können wir das Realme 8 Pro mit dem mitgelieferten Netzteil von null auf 100 Prozent laden. Auf 50 Prozent lässt es sich in unter 20 Minuten laden. Der Akku hält bei uns problemlos einen Tag lang durch, auch, wenn wir das Smartphone häufiger verwenden.

Klinkenanschluss und Android 11

Das Realme 8 Pro hat einen einzelnen Lautsprecher im unteren Bereich des Rahmens eingebaut. Dieser ist zwar sehr laut, verfügt aber über eher zurückhaltende Bässe. Das Smartphone hat eine Klinkenanschluss für Kopfhörer. Der Fingerabdrucksensor ist im Display eingebaut.

Ausgeliefert wird das Realme 8 Pro mit Android 11 und der Benutzeroberfläche Realme OS, die verhältnismäßig unverbastelt daherkommt. Erfreulich ist, dass der Hersteller darauf verzichtet, Bloatware wie Spiele oder Apps von Hotelbuchungsportalen vorzuinstallieren - es gibt lediglich einige System-Apps wie etwa einen Telefon-Manager, einen Audiorekorder und einen Videoplayer sowie die Google-Apps.

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