Reality-Labs-CTO Andrew Bosworth: Meta wird weiter ins Metaverse investieren

In einem am Montag veröffentlichten Blogbeitrag(öffnet im neuen Fenster) verteidigt Meta-CTO Andrew Bosworth weitere Investitionen in Reality Labs. Meta wird auch im kommenden Jahr rund ein Fünftel seiner Gesamtinvestitionen in die Entwicklung eines Metaverse stecken. Bosworth betonte, dass die restlichen 80 Prozent weiterhin in das Kerngeschäft mit Facebook und Instagram gehen.
"Dieses Investitionsniveau ist unserer Meinung nach sinnvoll für ein Unternehmen, das sich verpflichtet hat, in einer der wettbewerbsintensivsten und innovativsten Branchen der Welt an der Spitze zu bleiben" , sagte Bosworth.
Während eines Booms sei es einfach, ambitionierte Investitionen zu tätigen, aber es seien Krisenzeiten, "die den Glauben der Menschen an die Zukunft wirklich auf die Probe stellen" , so Bosworth. "Wirtschaftliche Herausforderungen auf der ganzen Welt, kombiniert mit dem Druck auf Metas Kerngeschäft, haben einen perfekten Sturm der Skepsis gegenüber den Investitionen, die wir tätigen, erzeugt."
Aktienkurs brach 2022 über 60 Prozent ein
Dieser Druck auf der Kerngeschäft betrifft vor allem Facebook. Anfang des Jahres verlor Metas größtes soziales Netzwerk Facebook erstmals Nutzer , der Umsatz ging zurück. Die Meta-Aktie verlor seit Jahresbeginn über 60 Prozent an Wert. Im November 2022 kündigte CEO Mark Zuckerberg Massenentlassungen von 11.000 Beschäftigten an .
Auch Reality Labs belastet die Geschäftszahlen . Seit Beginn des Jahres machte die Sparte einem Umsatz von 1,4 Milliarden Dollar bei Ausgaben in Höhe von 9,4 Milliarden Dollar. Zuletzt wurden Stimmen von Investoren lauter, die eine drastische Reduzierung der Investitionen in Metaverse-Produkte forderten . Zuckerberg sieht in der Idee den nächsten Markt für seinen Konzern, in der Realität sind diverse Metaverse-Projekte bislang finanziell nicht erfolgreich .
Interne Unstimmigkeiten bei Reality Labs
Metas VR- und AR-Abteilung verlor in der vergangenen Woche mit dem ehemaligen Oculus-CTO John Carmack einen wichtigen Mitarbeiter . Carmack ließ zum Abschied wenig Positives an seinem ehemaligen Arbeitgeber. Er sei "des Kampfes überdrüssig" .
Zuvor kritisierte er die Preiserhöhung des VR-Headsets Meta Quest 2 , die Meta mit den hohen Entwicklungskosten begründete. "Wir haben eine wahnsinnig große Zahl an Mitarbeitern und Ressourcen, aber wir sabotieren uns ständig selbst und vergeuden unsere Kräfte" , sagte Carmack.