Abo
  • Services:

ReactOS 0.4.0: Windows-Nachbau führt Ext2-Dateisystem ein

Fast zehn Jahre nach der letzten Hauptversion ist Version 0.4.0 des Windows-Nachbaus ReactOS erschienen. Verbesserungen unter anderem bei der Dateisystem- und Hardwareunterstützung bringen das Betriebssystem näher an eine freie Implementierung der Windows-NT-Architektur.

Artikel veröffentlicht am , Ferdinand Thommes
ReactOS macht Fortschritte.
ReactOS macht Fortschritte. (Bild: Wikipedia/GPL 2)

Das Team von ReactOS hat fast zehn Jahre gebraucht, um die neue Hauptversion 0.4 zu veröffentlichen. Allerdings liegen zwischen den Versionen 0.3.0 und 0.4.0 insgesamt 17 Zwischenschritte. Die Hardwareunterstützung wurde in den Bereichen Netzwerke, Sata, USB, Sound und Grafik verbessert. Bei den Dateisystemen war ReactOS bisher auf FAT angewiesen. Jetzt steht Ext2 sowie - bisher nur lesend nutzbar - auch NTFS zur Verfügung.

DOS-Games wieder spielbar

Stellenmarkt
  1. über Mittelstandstrainer GmbH, Region Süd­schwarz­wald
  2. über duerenhoff GmbH, Hanau

Aufgewertet wurde auch die NT Virtual DOS Machine (NTVDM), die bei auf Windows NT basierenden Betriebssystemen die Kompatibilität mit 16-Bit-Anwendungen sicherstellt. Der DOS-Emulator wurde erstmalig in ReactOS 0.3.17 vorgestellt und nun so weit ausgebaut, dass viele alte DOS-Games damit spielbar sind. Der größte Vorteil der derzeitigen Implementierung ist allerdings, dass die Unterstützung für NTVDM nicht auf die IA-32-Plattform beschränkt ist, sondern auch für AMD64 und ARM gilt.

Neuerungen unter der Haube

Eine weitere Neuerung stellt die neu geschriebene Explorer-Shell dar. Die Ersetzung der alten Shell aus den Anfangstagen des Projekts war sinnvoll, da das Betriebssystem nun viel mehr Funktionen bereitstellt, die die Shell nicht mehr selbst implementieren muss. Die auch in ReactOS vorhandene Registry wurde so weit angeglichen, dass der ReactOS-Bootloader nun in der Lage ist, Windows 2003 zu booten.

Im Bereich Netzwerk wurden Fehler behoben und die Unterstützung für SSL in Form der freien Bibliothek mbed TLS eingebaut. Zudem unterstützt ReactOS 0.4.0 neben Quemu nun auch virtuelle Maschinen der Hypervisoren Virtualbox und VMware.

Verbesserungen für Entwickler

Auch für Entwickler gibt es Verbesserungen, deren wichtigste in der Form der Unterstützung von cMake für GCC und MSVC besteht. Hierdurch konnten die Build-Zeiten signifikant verkürzt werden. Zudem wird das Suchen und Beheben von Fehlern im Kernel durch die Integration einer GDB-Schnittstelle erleichtert.

Alle Änderungen zu ReactOS 0.4.0 sind im Changelog nachzulesen. Auf der Projektseite stehen Abbilder als Installations-CD, als Live-CD und als virtuelle Images für Qemu, Virtualbox oder VMware zum Download bereit. Dort findet sich auch der Quellcode.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 4,99€
  2. 59,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie (Release 26.02.)
  3. 5,99€
  4. (-80%) 5,55€

Ferdinand Thommes 20. Feb 2016

Es ist genau das passiert, was in der News steht: Ext2 wurde lesend und schreibend...

Pointer 20. Feb 2016

Wo gibt es das?

Allandor 19. Feb 2016

die Aktivierung lässt sich austricksen und spätestens wenn MS die Aktivierungsserver...


Folgen Sie uns
       


Shadow Ghost - Test

Wir testen die Streamingbox Shadow Ghost und finden Bildartefakte und andere unschöne Fehler. Der Streamingdienst hat mit der richtigen Hardware aber Potenzial.

Shadow Ghost - Test Video aufrufen
Thyssen-Krupp Testturm Rottweil: Herr Fetzer parkt die Aufzugkabine um
Thyssen-Krupp Testturm Rottweil
Herr Fetzer parkt die Aufzugkabine um

Ohne Aufzüge gäbe es keine Hochhäuser. Aber inzwischen sind Wolkenkratzer zu hoch für herkömmliche Systeme. Thyssen-Krupp testet derzeit einen neuartigen Aufzug, der beliebig hoch fahren kann. Inspiriert ist er vom Paternoster und dem Transrapid. Wir waren im Testturm.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Ceramic Speed Hätte, hätte - Fahrrad ohne Kette
  2. Geheimdienste und Bundeswehr Masterstudiengang für Staatshacker gestartet
  3. Sonitus Technologies Zahnmikrofon sorgt für klare Kommunikation

Fido-Sticks im Test: Endlich schlechte Passwörter
Fido-Sticks im Test
Endlich schlechte Passwörter

Sicher mit nur einer PIN oder einem schlechten Passwort: Fido-Sticks sollen auf Tastendruck Zwei-Faktor-Authentifizierung oder passwortloses Anmelden ermöglichen. Golem.de hat getestet, ob sie halten, was sie versprechen.
Ein Test von Moritz Tremmel

  1. E-Mail-Marketing Datenbank mit 800 Millionen E-Mail-Adressen online
  2. Webauthn Standard für passwortloses Anmelden verabschiedet
  3. Studie Passwortmanager hinterlassen Passwörter im Arbeitsspeicher

Gesetzesinitiative des Bundesrates: Neuer Straftatbestand Handelsplattform-Betreiber im Darknet
Gesetzesinitiative des Bundesrates
Neuer Straftatbestand Handelsplattform-Betreiber im Darknet

Eine Gesetzesinitiative des Bundesrates soll den Betrieb von Handelsplattformen im Darknet unter Strafe stellen, wenn sie Illegales fördern. Das war auch bisher schon strafbar, das Gesetz könnte jedoch vor allem der Überwachung dienen, kritisieren Juristen.
Von Moritz Tremmel

  1. Security Onionshare 2 ermöglicht einfachen Dateiaustausch per Tor
  2. Tor-Netzwerk Britischer Kleinstprovider testet Tor-SIM-Karte
  3. Tor-Netzwerk Sicherheitslücke für Tor Browser 7 veröffentlicht

    •  /