Reaction Engines: BAE Systems investiert in Überschalltriebwerk
Es geht voran mit dem Überschallflieger: Das britische Luft- und Raumfahrtunternehmen Reaction Engines Limited(öffnet im neuen Fenster) erhält von der britischen Regierung und dem Luftfahrt- und Rüstungskonzern BAE Systems(öffnet im neuen Fenster) über 80 Millionen britische Pfund, das sind mehr als 112 Millionen Euro. Reaction Engines entwickelt ein Triebwerk für Überschallflugzeuge.

BAE Systems beteilige sich mit 20,6 Millionen Pfund, umgerechnet knapp 29 Millionen Euro. Damit übernimmt BAE System 20 Prozent von Reaction Engines. Die britische Regierung wird Reaction Engines voraussichtlich eine Förderung in Höhe von 60 Millionen Pfund, 84 Millionen Euro, zur Verfügung stellen.
Sabre verbrennt Wasserstoff
Das Unternehmen aus Abingdon in der Grafschaft Oxfordshire entwickelt ein neuartiges Triebwerk: Synergetic Air-Breathing Rocket Engine(öffnet im neuen Fenster) , kurz Sabre (Säbel), ist ein Hybrid aus einem herkömmlichen Strahltriebwerk und einem Staustrahltriebwerk oder Ramjet(öffnet im neuen Fenster) . Betrieben wird das Triebwerk mit Wasserstoff.

Sabre soll den unbemannten Raumtransporter Skylon(öffnet im neuen Fenster) antreiben, der Nutzlasten bis zu 15 Tonnen in eine niedrige Umlaufbahn (Low Earth Orbit, Leo) transportieren soll. Das Besondere an Skylon ist, dass das Raumfahrzeug wie ein Flugzeug starten und landen soll.
Reaction Engines plant Überschallflugzeug
Mit dem Einstieg bei Reaction Engines hofft BAE Systems, sich eine wichtige Technik für die Zukunft – der Raumfahrt, aber auch der Luftfahrt – zu sichern. Neben Skylon hat Reaction Engines ein zweites Konzept entwickelt: Lapcat A2(öffnet im neuen Fenster) ist ein Überschallflugzeug, das mit Mach 5,2 fliegt und nur etwa vier Stunden von Europa nach Australien brauchen soll.

Ende des Jahrzehnts soll der erste Sabre-Prototyp für Tests auf dem Boden fertig sein. Die ersten unbemannten Flüge mit einem solchen Treibwerk sollen etwa 2025 stattfinden.
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