RDP, Sound und mehr: Windows-Updates bereiten Nutzern allerhand Probleme
Dass die September-Updates für Windows einige Probleme mit RDP-Verbindungen nach sich ziehen, wurde aufgrund entsprechender Nutzerbeschwerden schon in der vergangenen Woche deutlich. Inzwischen hat Microsoft mehrere Fehler bestätigt, die durch die jüngsten Updates ausgelöst werden. Dazu zählen neben den RDP-Verbindungsproblemen auch Fehler bei USB-Audiogeräten und mit der Ordnerfreigabe in Linux-VMs.
In einigen Unternehmen könne es nach Installation der September-Updates zu Problemen mit den Remote-Desktop-Services (RDS) kommen, erklärt Microsoft(öffnet im neuen Fenster). So könnten etwa Anmeldeprobleme und Instabilitäten auftreten, RDP-Verbindungen nach einigen Minuten abbrechen oder Server beim Verbindungsaufbau hängen bleiben.
"Zugehörige Tools, darunter die Microsoft Management Console (MMC), das RDS-Lizenzdiagnosetool und der Dateiexplorer, reagieren möglicherweise ebenfalls nicht mehr", heißt es in Microsofts Meldung. Zudem sei es möglich, dass die Windows-Update-Seite nicht mehr reagiere und kontinuierlich einen Ladeindikator anzeige.
USB-Audio und Ordnerfreigaben in VMs
Darüber hinaus bestätigt Microsoft Probleme mit USB-Audiogeräten(öffnet im neuen Fenster) der USB-Audio-Klasse 1.0. Diese könnten möglicherweise nicht starten und würden keinen Ton von sich geben, heißt es. Änderungen am Lautstärkeregler oder anderen Toneinstellungen seien dann nicht möglich oder zeigten keine Wirkung. Bei einigen betroffenen Geräten mit Mehrkanal-Audiofunktionen soll die Soundausgabe auf den Stereomodus beschränkt sein.
Auch bei Hyper-V-VMs auf Linux-Basis soll es durch die September-Updates zu einem Fehlverhalten kommen. "Bei Anwendungen, die von HCS verwaltete virtuelle Maschinen nutzen, können Probleme auftreten, wenn Hostordner über Plan9 für Linux-VMs freigegeben werden", erklärt Microsoft(öffnet im neuen Fenster). Diese Ordner würden dann in der Gastumgebung nicht angezeigt.
Dieses Verhalten soll verschiedene Anwendungen beeinträchtigen, die auf entsprechende Ordnerfreigaben angewiesen sind. Laut Microsoft zählen dazu etwa Claude Cowork(öffnet im neuen Fenster) sowie das Windows-Subsystem für Linux (WSL). Hyper-V-VMs, die die Plan9-Funktion nicht nutzen, sollen hingegen keine entsprechenden Probleme haben.
Es gibt wohl noch mehr Fehler
Die RDP-Verbindungsprobleme betreffen laut Microsoft alle gängigen Windows-Varianten wie die Desktop-Systeme Windows 10 (inklusive LTSC) und Windows 11 sowie die Windows-Server-Versionen 2012 (R2), 2016, 2019, 2022 und 2025. Bei den Sound- und VM-Problemen listet der Konzern hingegen nur verschiedene Windows-11-Versionen als betroffen auf.
Lösungen scheint es bisher für keines der drei genannten Probleme zu geben. In allen drei Fällen versichert Microsoft lediglich, an Korrekturen zu arbeiten und diese mit zukünftigen Updates bereitstellen zu wollen. Die RDP-Probleme sollen sich durch Neustarts der jeweils betroffenen Maschinen immerhin temporär beheben lassen. Betroffene können auch versuchen, die Fehler durch Deinstallation der September-Updates zu beheben. Dabei ist jedoch zu beachten, dass die vielen zum September-Patchday geschlossenen Sicherheitslücken dadurch wieder aufgerissen werden.
Windows Latest(öffnet im neuen Fenster) hat darüber hinaus noch weitere Fehler zusammengetragen, über die sich Windows-Nutzer seit dem September-Patchday vermehrt beschweren. Dazu zählen etwa Probleme mit dem Dateiversionsverlauf(öffnet im neuen Fenster) und Treibern für AMD-GPUs(öffnet im neuen Fenster) sowie Startprobleme des Explorers(öffnet im neuen Fenster), welche dazu führen, dass Betroffene nach der Anmeldung an ihrem Windows-System nur einen schwarzen Bildschirm sehen. Zu diesen Problemen hat sich Microsoft bisher noch nicht geäußert.
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