RDNA4 zur CES 2025: AMD will mit Radeon RX 8600 und 8800 starten
AMD hat die ROCM-Bibliotheken aktualisiert(öffnet im neuen Fenster) und dabei zwei neue GPUs hinzugefügt. Die entdeckten Strings enthalten bereits den Namen der GPU-Serie, allerdings noch keine konkreten Modelle. Anhand der Einträge lässt sich erkennen, dass AMD im Januar 2025 mindestens zwei Grafikkarten ankündigen wird, eine Radeon RX 8800 und die bisher nicht bestätigte Radeon RX 8600.
Damit könnte die Radeon RX 7600 einen Nachfolger bekommen, der sehr wahrscheinlich unter 400 Euro kosten wird und je nach konkretem Modell auch realistisch unter 300 Euro einzuordnen wäre. In genau diesem Preisbereich wird der Wettbewerb zum Jahresende ohnehin noch einmal stark, denn Intel kündigte die Arc B580 für den 12. Dezember 2024 an.
Die Intel-Karte soll schneller als eine AMD Radeon RX 7600(öffnet im neuen Fenster) sein und hat zudem auch mehr Grafikspeicher: 12 GByte statt 8 bei der Radeon RX 7600. Die Raytracing-Leistung von Intel ist ebenfalls tendenziell besser als die von AMD, mit Battlemage kündigte Intel weitere Verbesserungen an. AMD will mit RDNA 4 den bisherigen Nachteil aufholen, nicht nur zu Intel, sondern auch zum bisherigen Hauptkonkurrenten Nvidia.
Kein Speichermangel mehr im Budget-Bereich
Als GPU soll Navi 44 zum Einsatz kommen, mit einer unbekannten Anzahl an Shader-Kernen. Leaks lassen aber bereits auf das Speicherinterface schließen, das gegenüber der Radeon RX 7600 breiter ausfallen soll. Statt 128-Bit soll AMD auf 192-Bit setzen und dadurch 12 GByte statt 8 GByte mit bis zu 50 Prozent höherer Durchsatzrate verbauen. Dadurch eignet sich die Grafikkarte auch für Raytracing und höhere Auflösungen als Full-HD, beides ist mit der bisherigen Einsteigerkarte kaum sinnvoll möglich.
Indirekt bestätigt AMD mit der Ankündigung auch, dass es zunächst keine Radeon-RX-8900-Serie geben wird. Das deutete der Hersteller in den vergangenen Monaten auch offiziell so an, legte sich aber wie üblich nie auf konkrete Chips fest. Es soll zunächst der Massenmarkt bedient werden, auch weil höhere Nutzerzahlen mehr Anreize für Entwickler bieten, ihre Spiele für AMD-Hardware zu entwickeln und anzupassen.
Das soll langfristig dazu führen, dass High-End-GPUs dank der bereits bestehenden Optimierung auch für AMD wieder sinnvoll werden, da die Softwareunterstützung in diesem Fall bereits vorhanden ist. Besonders jenseits der 1.000 Euro wird der genaue Preis zunehmend unwichtiger, da zahlungskräftige Enthusiasten vor allem Wert auf den Funktionsumfang und die Leistung legen.
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