RDNA2-Grafikkarte: Sieh an, die Radeon RX 6500 XT verkauft sich!

Technische Kritik hin, negative Tests her: AMDs Navis-Grafikkarte ist der einzige gut verfügbare und preislich attraktive Pixelbeschleuniger.

Eine Analyse von veröffentlicht am
Navi 24 als Gaming-Karte: die Radeon RX 6500 XT
Navi 24 als Gaming-Karte: die Radeon RX 6500 XT (Bild: Marc Sauter/Golem.de)

Seit nunmehr zwei Jahren sind aktuelle und sogar gebrauchte Grafikkarten ein rares Gut: Entweder ist die Verfügbarkeit miserabel oder der Preis völlig überzogen - oder beides zusammen. Und doch gibt es mittlerweile eine Ausnahme, denn AMDs viel geschmähte Radeon RX 6500 XT (Test) sticht aus dem Irrsinn heraus.

Offiziell soll der Pixelbeschleuniger ab 210 Euro kosten, die aktuellen Marktpreise beginnen bei 270 Euro für durchaus brauchbare Modelle. Der Aufschlag zur nominellen UVP ist damit vergleichsweise gering, unter 30 Prozent on top muten angesichts der vergangenen Jahre geradezu lächerlich wenig an, wenngleich selbst die eigentliche Preisempfehlung seites AMD bereits viel zu hoch liegt.

Da wundert es auch nicht, dass Mindfactory angibt, dass sich die Powercolor Radeon RX 6500 XT Fighter bereits über 220-mal verkauft hat. In Anbetracht der kurzen Zeit auf dem Markt ist das beachtlich, denn die beliebteste Radeon RX 6600 (Test) als nächstteurere Grafikkarte kommt auf über 680 Stück - sie gibt es jedoch schon seit Oktober 2021 und damit drei Monate länger.

Limit erkannt, Limit gebannt

Nun hat die Radeon RX 6500 XT ganz klar ihre Besonderheiten oder besser gesagt Einschränkungen, früher hätte es ein solches Modell schlicht nicht gegeben: Im Prinzip hat AMD einen winzigen Mobile-Chip ohne AV1-Encoder mit schmalem PCIe-x4-Link und nur 4 GByte Videospeicher (zu wenig für Ethereum-Mining!) auf 2,8 GHz und gut 100 Watt geprügelt, damit das Resultat als Gaming-Grafikkarte vermarktet werden kann.

  • Core i5-12400, 32GB, Win10 21H1, Geforce 511.23, Radeon 22.1.1, rBAR on (Bild: Golem.de)
  • Core i5-12400, 32GB, Win10 21H1, Geforce 511.23, Radeon 22.1.1, rBAR on (Bild: Golem.de)
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Core i5-12400, 32GB, Win10 21H1, Geforce 511.23, Radeon 22.1.1, rBAR on (Bild: Golem.de)

Verglichen mit der älteren Radeon RX 5500 XT steigt die Performance praktisch nicht an, durch den x4-Link hingegen besteht ständig die Gefahr, dass die Radeon RX 6500 XT sogar langsamer ist. Wer sich die Einschränkungen bewusst macht, einen Blick auf die Videospeicherauslastung wirft und die Schatten/Texturdetails entsprechend anpasst, kann mit dem RDNA2-Pixelbeschleuniger nichtsdestotrotz viel Spaß haben.

Aktuelle Spiele laufen in 1080p flüssig, wobei das für AAA- genauso wie für E-Sports-Titel gilt. Am Ende wollen PC-Spieler eben lieber PC-Spiele am PC spielen als sich eine billigere Xbox Series X/S zu holen; Controller gibt's auf Wunsch ja optional. Und trotz aller technischer Kritik und vielen negativen Tests erfüllt die Radeon RX 6500 XT diesen Anspruch. Mehr noch: Sie erfüllt ihn bei guter Verfügbarkeit und das zu einem Preis, bei dem PC-Gamer durchaus Freudentränen in den Augen haben dürften.

Wenn das von Beginn an AMDs geheimer Masterplan war und dieser nun wie erhofft aufgegangen ist, können wir nur ehrfürchtig den Hut ziehen - Chapeau!

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Tom01 13. Feb 2022

Deswegen habe ich WQHD und eine RX 6900 XT. Weil ich auch noch ein paar FPS haben will.

Tom01 13. Feb 2022

Die 6500 XT ist schneller als eine 290X, die ich damals für 360¤ gekauft habe.

Tom01 13. Feb 2022

1000¤ für einen Gamingrechner war aber schon vor der Pandemie ziemlich Low End. Mein i7...

Tom01 13. Feb 2022

Ähm, was ist das denn für ein Motorrad? Ich bin auch an einem Motorrad interessiert. Das...



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