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RDNA2-Grafik für Laptops: AMD stellt drei Radeon RX 6000M vor

Computex 2021
Mit RDNA2-Technik und neuem Chip gegen Geforce RTX 3000: Die Radeon RX 6000M sollen die schnellsten GPUs für Spiele-Notebooks sein.
/ Marc Sauter
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Navi-23-Chip der Radeon RX 6600M (Bild: AMD)
Navi-23-Chip der Radeon RX 6600M Bild: AMD

AMD hat die Radeon RX 6000M angekündigt, genauer drei für Gaming-Laptops gedachte Grafikchips. Diese werden gegen Nvidias Geforce RTX 3000 Mobile positioniert, wobei sich AMD bei Performance und Effizienz vor der Konkurrenz sieht.

Das Topmodell ist die Radeon RX 6800M, allerdings trügt diese Bezeichnung – so wie bei der Geforce RTX 3080 (Test): AMD verwendet nicht den Navi-21-Chip, sondern den Navi 22. Damit entspricht die Radeon RX 6800M keiner Radeon RX 6800 (XT), sondern nur einer Radeon RX 6700 XT (Test) mit weniger Takt und einer von 230 Watt auf 145 Watt verringerten thermischen Verlustleistung.

Hinsichtlich der Geschwindigkeit verortet AMD die Radeon RX 6800M leicht vor der Geforce RTX 3080, deren interne Chip-Konfiguration der kommenden Geforce RTX 3070 Ti für Desktop-Systeme entspricht; zudem liegen nur 150 Watt statt 320 Watt an. Besondere Vorteile sieht AMD im Akkubetrieb, wo die Geforce deutlich einbrechen soll – was aber stark von der jeweiligen Implementierung abhängt.

Krummes Interface und neue Navi 23

Bei der Radeon RX 6700M geht AMD ungewöhnlich vor: Der Navi 22 wird von 40 Compute Units auf 36 beschnitten, die Verlustleistung auf 130 Watt gesenkt. Außerdem ist das Interface von 192 Bit auf krumme 160 Bit reduziert, damit einher gehen 10 GByte statt 12 GByte Videospeicher und der Infinity Cache fasst nur noch 80 MByte statt 96 MByte (bei ebenfalls verringerter Bandbreite).

Komplett neu ist die Radeon RX 6600M mit 100 Watt, denn hier setzt AMD auf den bisher nicht verwendeten Navi-23-Chip. Der hat 32 CUs im Vollausbau, bei der Radeon RX 6600M sind 28 davon freigeschaltet. Das Interface ist 128 Bit breit und bindet 8 GByte an, der Infinity Cache fällt mit 32 MByte ziemlich klein aus – genügt aber für 1080p. Laut AMD schlägt die Radeon RX 6600M die Geforce RTX 3060 in ausgewählten Titeln knapp.

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Alle drei Radeon RX 6000M sind dafür vorgesehen, mit AMDs eigenen Ryzen 5000H alias Cezanne wie dem Ryzen 9 5900HX (Test) oder mit Intels Tiger Lake H45 wie dem Core i9-11980HK kombiniert zu werden. Erste Geräte von unter anderem Asus, HP, Lenovo und MSI sollen noch im Juni 2021 verfügbar sein.

Spezifikationen der Radeon RX 6000M
RX 6850M XTRX 6800MRX 6800SRX 6700MRX 6700SRX 6650M XTRX 6650MRX 6600MRX 6600SRX 6500MRX 6300M
ChipNavi 22Navi 22Navi 22Navi 22Navi 23Navi 22Navi 23Navi 23Navi 23Navi 24Navi 24
Shader2.560 (40 CUs)2.560 (40 CUs)2.048 (32 CUs)2.304 (36 CUs)1.792 (28 CUs)2.048 (32 CUs)1.792 (28 CUs)1.792 (28 CUs)1.792 (28 CUs)1.024 (16 CUs)768 (12 CUs)
TMUs1601601281441121281121121126448
Ray-Units4040323628322828281612
Takt2.463 MHz2.300 MHz1.975 MHz2.300 MHz1.890 MHz2.162 MHz2.222 MHz2.177 MHz1.881 MHz2.191 MHz 1.512 MHz
GDDR612 GByte 12 GByte 8 GByte 10 GByte 8 GByte 8 GByte 8 GByte 8 GByte 8 GByte 4 GByte2 GByte
IF-Cache96 MByte96 MByte32 MByte80 MByte32 MByte32 MByte32 MByte32 MByte32 MByte16 MByte8 MByte
Interface192 Bit192 Bit128 Bit160 Bit128 Bit128 Bit128 Bit128 Bit128 Bit64 Bit64 Bit
Power165 Watt145 Watt100 Watt135 Watt80 Watt120 Watt120 Watt100 Watt 80 Watt50 Watt25 Watt

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