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RDNA2-Grafik für Laptops: AMD legt Radeon RX 6000M in 6 nm auf

CES 2022
Acht Varianten, zwei davon mit Navi-24-Chip im N6-Verfahren: Die Radeon RX 6000M erhalten Zuwachs und erstmals auch Max-Q-Pendants.
/ Marc Sauter
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Das bisherige Portfolio der RX 6000M wird kräftig erweitert. (Bild: AMD)
Das bisherige Portfolio der RX 6000M wird kräftig erweitert. Bild: AMD

AMD hat die bisherigen drei Radeon RX 6000M für Spiele-Notebooks um acht weitere Modelle erweitert, nach oben wie nach unten hin. Hierfür verwendet AMD teilweise einen neuen Grafikchip mit feinerem Fertigungsprozess, zudem gibt es mehrere sparsamere Ableger für dünne Gaming-Laptops analog zu Nvidias Max-Q.

Mit der Radeon RX 6800M, der RX 6700M und der Radeon RX 6600M war das Mobile-Portfolio seit dem Launch ziemlich überschaubar. Das ändert sich nun: Neues Spitzenmodell wird die Radeon RX 6850M XT, hinzu kommen die Radeon RX 6550M (XT) und die Radeon RX 6500M/6300M. Letztere beide sind besonders interessant, weil AMD hier den Navi-24-Chip verwendet, der bisher nirgends eingesetzt wurde.

Er wird im N6-Prozess (6 nm EUV) mit extrem ultravioletter Belichtung gefertigt, alle älteren Navi-GPUs hingegen im N7P (7 nm DUV) mit klassischer Immersionslithografie. N6 ist dank weniger Masken günstiger und gestattet 18 Prozent kompaktere Chips bei ansonsten identischem Design (und Rules), was ihn gerade für kleine Modelle sehr attraktiv macht.

N6-Modelle und S(lim)-Ableger

Als Vollausbau weist der Navi 24 immerhin 16 Compute Units für 1.024 Shader-Einheiten auf, hinzu kommen ein 64 Bit breites Interface für GDDR6-Speicher und mit 16 MByte ein ziemlich kleiner Infinity Cache als schneller Zwischenpuffer für unter anderem Render-Targets. Die Radeon RX 6500M nutzt einen solchen Unterbau, die Radeon RX 6300M hingegen weniger ALUs und nur noch magere 8 MByte Infinity Cache - das ist selbst für 720p grenzwertig.

Spezifikationen der Radeon RX 6000M
RX 6850M XT RX 6800M RX 6800S RX 6700M RX 6700S RX 6650M XT RX 6650M RX 6600M RX 6600S RX 6500M RX 6300M
Chip Navi 22 Navi 22 Navi 22 Navi 22 Navi 23 Navi 22 Navi 23 Navi 23 Navi 23 Navi 24 Navi 24
Shader 2.560 (40 CUs) 2.560 (40 CUs) 2.048 (32 CUs) 2.304 (36 CUs) 1.792 (28 CUs) 2.048 (32 CUs) 1.792 (28 CUs) 1.792 (28 CUs) 1.792 (28 CUs) 1.024 (16 CUs) 768 (12 CUs)
TMUs 160 160 128 144 112 128 112 112 112 64 48
Ray-Units 40 40 32 36 28 32 28 28 28 16 12
Takt 2.463 MHz 2.300 MHz 1.975 MHz 2.300 MHz 1.890 MHz 2.162 MHz 2.222 MHz 2.177 MHz 1.881 MHz 2.191 MHz 1.512 MHz
GDDR6 12 GByte 12 GByte 8 GByte 10 GByte 8 GByte 8 GByte 8 GByte 8 GByte 8 GByte 4 GByte 2 GByte
IF-Cache 96 MByte 96 MByte 32 MByte 80 MByte 32 MByte 32 MByte 32 MByte 32 MByte 32 MByte 16 MByte 8 MByte
Interface 192 Bit 192 Bit 128 Bit 160 Bit 128 Bit 128 Bit 128 Bit 128 Bit 128 Bit 64 Bit 64 Bit
Power 165 Watt 145 Watt 100 Watt 135 Watt 80 Watt 120 Watt 120 Watt 100 Watt 80 Watt 50 Watt 25 Watt

Mit der Radeon RX 6800S, der Radeon RX 6700S und die Radeon RX6 6600S bringt AMD erstmals eine aktuelle Slim-Reihe in den Handel. Diese Versionen orientieren sich an Nvidias Max-Q, haben also ein niedrigeres Power-Target für flachere Notebooks. Passend dazu soll Smartshift Eco die Effizienz steigern und die Akkulaufzeit drastisch erhöhen, wohingegen Smartshift Max die Performance um einige wenig Prozentpunkte verbessern soll.

Eine weitere Neuerung ist Smartaccess Graphics, wobei die dGPU statt der iGPU für die Bildausgabe verwendet wird. Das reduziert die Latenz und soll die Framerate um bis zu 15 Prozent anheben, benötigt aber mehr Energie - weswegen laut AMD automatisch umgeschaltet wird.


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