RDNA: Samsung will 2021 erste Chips mit Radeon-Grafik nutzen

Weil Entwicklungszyklen nun einmal eine Weile dauern, will Samsung wahrscheinlich 2021 die ersten Chips mit einer Grafikeinheit von AMD statt von ARM veröffentlichen. Das berichtet Planet3D Now(öffnet im neuen Fenster) mit Verweis auf das Earnings-Call-Transkript(öffnet im neuen Fenster) von Samsung zu den Geschäftszahlen des zweiten Quartals 2019. Die Südkoreaner haben im Juni dieses Jahres ein Übereinkommen mit AMD getroffen, wonach die RDNA-Technik an Samsung lizenziert wird.
RDNA steht für Radeon DNA und ist unter anderem die Compute- sowie die Grafikarchitektur für den Navi-10-Chip, welcher die Basis für die aktuelle Radeon RX 5700 XT (Test) bildet. AMD und Samsung sprechen von Mobile-SoCs für Smartphones, aber auch explizit für andere Anwendungen – freilich ohne konkret zu werden. Bisher nutzt Samsung die Mali-Grafikeinheiten von ARM, intern wurden zudem offenbar mehrere erfolglose Versuche unternommen, eigene iGPUs zu entwickeln. Allerdings hat Samsung selbst CPU-Kerne entworfen, die M-Serie beginnend beim Mongoose (M1/M2) über den Meerkat (M3) bis hin zum aktuellen Cheetah (M4).
Es ist somit anzunehmen, dass ein künftiger Exynos-Chip für Smartphones wohl auf M6-Kernen und einer RDNA-Grafikeinheit basiert. Eigene dedizierte 5G-Modems wie das Exynos 5100 hat Samsung bereits entwickelt, bis 2021 dürften diese ins System-on-a-Chip integriert sein. In den Monaten bis dahin erhält AMD kontinuierlich Lizenzzahlungen von den Südkoreanern: 2019 geht der Hersteller davon aus, 100 Millionen US-Dollar von Samsung bezahlt zu bekommen (siehe Transkript(öffnet im neuen Fenster) ). Allerdings entstehen AMD auch Kosten, da nicht nur das geistige Eigentum (IP) lizenziert, sondern auch der Partner bei der Entwicklung unterstützt wird.




