Abo
  • Services:

Kann die Musikbranche so überleben?

Wirtschaftswoche: Die große Frage ist, ob die Musikbranche so überleben kann. Zwar wächst das digitale Segment, aber die Gesamtumsätze sind niedriger als in den Neunzigerjahren.

Stellenmarkt
  1. Technische Universität Berlin, Berlin
  2. Bosch Gruppe, Reutlingen

Drew Larner: Piraterie hat der Musikbranche stark zugesetzt. Legale, digitale Vertriebswege haben geholfen, diesen Schaden zu begrenzen. Mit Abodiensten profitieren nicht nur Musikliebhaber von der größeren Auswahl, sondern wegen der wiederkehrenden Umsätze auch Labels und Künstler.

Wirtschaftswoche: Rdio-Gründer Janus Friis war mit Kazaa selbst einmal groß in der Piraterieszene unterwegs. Das birgt schon eine gewisse Ironie. Wie schwierig sind Ihre Lizenzverhandlungen mit der Musikindustrie?

Bei Kazaa ging es nicht um Piraterie, sondern um die Möglichkeit, dass Menschen Musik entdecken können. Es gab einen Rechtsstreit und eine Einigung. Mit Skype hat Friis ein weltweit erfolgreiches Telekommunikationsunternehmen etabliert. Es gibt in den Verhandlungen gegenseitigen Respekt. Schon deshalb, weil Friis nicht nur Visionen hat, sondern die auch mit seinem eigenen Geld umsetzt.

Wirtschaftswoche: Rdio hat keine externen Finanzierer?

Doch. Aber das meiste Kapital kommt von Friis.

Wirtschaftswoche: Wie viele Nutzer hat Rdio? Und ist der Dienst profitabel?

Drew Larner: Dazu will ich nichts sagen. Aber wir haben rund 100 Mitarbeiter weltweit, und das ist schon ein sehr kapitalintensives Geschäft.

Zukunft liegt im Abo

Wirtschaftswoche:Sie bieten keinen anzeigenfinanzierten Gratis-Service an. Warum nicht?

Drew Larner: Werbung stört den Musikgenuss. Zwar will ich sie nicht für alle Zeiten ausschließen. Aber momentan steht das Modell nicht zur Debatte.

Wirtschaftswoche:Kann man die auf Rdio entdeckte Musik auch als Download kaufen?

Drew Larner: Ja. Wir bieten das an. Aber wir bewerben es nicht, weil wir glauben, dass die Zukunft im Abo liegt.

Wirtschaftswoche: Rdio bietet 18 Millionen Songs. Wie viel kommerzielle Musik ist darüber hinaus noch lizenzierbar?

Drew Larner: Beim Massengeschmack decken wir sicherlich das meiste ab. Es gibt noch Ausnahmen wie die Beatles oder Led Zeppelin, die es generell nicht auf Streaming-Diensten gibt. Wir hoffen, dass sich das ändert. Aber es gibt natürlich noch Millionen von Titeln aus Klassik, Jazz oder Folklore, die wir noch ins Angebot aufnehmen können.

Wirtschaftswoche: Denken Sie, dass es in Zukunft eine weltweite Lizenz für Musik geben wird und nicht mehr diese länderspezifischen Einschränkungen?

Drew Larner: Es würde mein Leben einfacher machen. Aber ich glaube nicht daran. Inhalte haben ihren Wert, und ihre Eigentümer werden immer nach Wegen suchen, ihre Umsätze zu maximieren. Es gibt Forderungen, dass Musik generell kostenlos sein sollte. Aber das wird nicht passieren.

Wirtschaftswoche: Der Film- und TV-Streaming-Dienst Netflix will mit seinen Aboeinnahmen auch eigene Filme produzieren, um sich von der Konkurrenz abzusetzen. Wäre das auch ein Modell für Musik-Abodienste?

Drew Larner: Nein. Musik ist anders. Da geht es eher darum, dass die Titel möglichst viele Hörer erreichen, um sie populär zu machen. Exklusivität würde das verhindern.

 Rdio: "Wir treten gegen das klassische Radio und iTunes an"
  1.  
  2. 1
  3. 2


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 2,99€
  2. 6,37€
  3. 47,99€
  4. 14,99€

elgooG 24. Okt 2012

Also ein weiteres KAUF-MEIN-UNTERNEHMEN-Startup (kwt)

stuempel 23. Okt 2012

Wem das genügt,... Ich komme bei Napster monatlich auf etwa 5 Alben und 30 Songs, die ich...

stuempel 23. Okt 2012

Die klassischen Musiksender - insbesondere gebührenfinanziert - könnten für meinen...

stuempel 23. Okt 2012

klar - als "Napster reloaded"-Nutzer der ersten Stunde. Nachdem last.fm sein...

Missingno. 22. Okt 2012

Wirtschaftswoche: Apple und Amazon verkaufen erfolgreich Musik. Es ist ein bewährtes...


Folgen Sie uns
       


Logitechs MX Vertical und Ankers vertikale Maus im Vergleichstest

Die MX Vertical ist Logitechs erste vertikale Maus. Sie hat sechs Tasten und kann wahlweise über Blueooth, eine Logitech-eigene Drahtlostechnik oder Kabel verwendet werden. Die spezielle Bauform soll Schmerzen in der Hand, dem Handgelenk und den Armen verhindern. Wem es vor allem darum geht, eine vertikale Sechstastenmaus nutzen zu können, kann sich das deutlich günstigere Modell von Anker anschauen, das eine vergleichbare Bauform hat. Logitech verlangt für die MX Vertical 110 Euro, das Anker-Modell gibt es für um die 20 Euro.

Logitechs MX Vertical und Ankers vertikale Maus im Vergleichstest Video aufrufen
Amazon Alexa: Echo Sub verhilft Echo-Lautsprechern zu mehr Bass
Amazon Alexa
Echo Sub verhilft Echo-Lautsprechern zu mehr Bass

Amazon hat einen Subwoofer speziell für Echo-Lautsprecher vorgestellt. Damit sollen die eher bassarmen Lautsprecher mit einem ordentlichen Tiefbass ausgestattet werden. Zudem öffnet Amazon seine Multiroom-Musikfunktion für Alexa-Lautsprecher anderer Hersteller.

  1. Beosound 2 Bang & Olufsen bringt smarten Lautsprecher für 2.000 Euro
  2. Google und Amazon Markt für smarte Lautsprecher wächst weiter stark
  3. Alexa-Soundbars im Test Sonos' Beam und Polks Command Bar sind die Klangreferenz

Zahlen mit Smartphones im Alltagstest: Sparkassenkunden müssen nicht auf Google Pay neidisch sein
Zahlen mit Smartphones im Alltagstest
Sparkassenkunden müssen nicht auf Google Pay neidisch sein

In Deutschland gibt es mittlerweile mehrere Möglichkeiten, drahtlos mit dem Smartphone zu bezahlen. Wir haben Google Pay mit der Sparkassen-App Mobiles Bezahlen verglichen und festgestellt: In der Handhabung gleichen sich die Apps zwar, doch in den Details gibt es einige Unterschiede.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Smartphone Auch Volksbanken führen mobiles Bezahlen ein
  2. Bezahldienst ausprobiert Google Pay startet in Deutschland mit vier Finanzdiensten

Leistungsschutzrecht: So viel Geld würden die Verlage von Google bekommen
Leistungsschutzrecht
So viel Geld würden die Verlage von Google bekommen

Das europäische Leistungsschutzrecht soll die Zukunft der Presse sichern. Doch in Deutschland würde derzeit ein einziger Verlag fast zwei Drittel der Einnahmen erhalten.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Netzpolitik Willkommen im europäischen Filternet
  2. Urheberrecht Europaparlament für Leistungsschutzrecht und Uploadfilter
  3. Leistungsschutzrecht/Uploadfilter Wikipedia protestiert gegen Urheberrechtsreform

    •  /