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Kann die Musikbranche so überleben?

Wirtschaftswoche: Die große Frage ist, ob die Musikbranche so überleben kann. Zwar wächst das digitale Segment, aber die Gesamtumsätze sind niedriger als in den Neunzigerjahren.

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Drew Larner: Piraterie hat der Musikbranche stark zugesetzt. Legale, digitale Vertriebswege haben geholfen, diesen Schaden zu begrenzen. Mit Abodiensten profitieren nicht nur Musikliebhaber von der größeren Auswahl, sondern wegen der wiederkehrenden Umsätze auch Labels und Künstler.

Wirtschaftswoche: Rdio-Gründer Janus Friis war mit Kazaa selbst einmal groß in der Piraterieszene unterwegs. Das birgt schon eine gewisse Ironie. Wie schwierig sind Ihre Lizenzverhandlungen mit der Musikindustrie?

Bei Kazaa ging es nicht um Piraterie, sondern um die Möglichkeit, dass Menschen Musik entdecken können. Es gab einen Rechtsstreit und eine Einigung. Mit Skype hat Friis ein weltweit erfolgreiches Telekommunikationsunternehmen etabliert. Es gibt in den Verhandlungen gegenseitigen Respekt. Schon deshalb, weil Friis nicht nur Visionen hat, sondern die auch mit seinem eigenen Geld umsetzt.

Wirtschaftswoche: Rdio hat keine externen Finanzierer?

Doch. Aber das meiste Kapital kommt von Friis.

Wirtschaftswoche: Wie viele Nutzer hat Rdio? Und ist der Dienst profitabel?

Drew Larner: Dazu will ich nichts sagen. Aber wir haben rund 100 Mitarbeiter weltweit, und das ist schon ein sehr kapitalintensives Geschäft.

Zukunft liegt im Abo

Wirtschaftswoche:Sie bieten keinen anzeigenfinanzierten Gratis-Service an. Warum nicht?

Drew Larner: Werbung stört den Musikgenuss. Zwar will ich sie nicht für alle Zeiten ausschließen. Aber momentan steht das Modell nicht zur Debatte.

Wirtschaftswoche:Kann man die auf Rdio entdeckte Musik auch als Download kaufen?

Drew Larner: Ja. Wir bieten das an. Aber wir bewerben es nicht, weil wir glauben, dass die Zukunft im Abo liegt.

Wirtschaftswoche: Rdio bietet 18 Millionen Songs. Wie viel kommerzielle Musik ist darüber hinaus noch lizenzierbar?

Drew Larner: Beim Massengeschmack decken wir sicherlich das meiste ab. Es gibt noch Ausnahmen wie die Beatles oder Led Zeppelin, die es generell nicht auf Streaming-Diensten gibt. Wir hoffen, dass sich das ändert. Aber es gibt natürlich noch Millionen von Titeln aus Klassik, Jazz oder Folklore, die wir noch ins Angebot aufnehmen können.

Wirtschaftswoche: Denken Sie, dass es in Zukunft eine weltweite Lizenz für Musik geben wird und nicht mehr diese länderspezifischen Einschränkungen?

Drew Larner: Es würde mein Leben einfacher machen. Aber ich glaube nicht daran. Inhalte haben ihren Wert, und ihre Eigentümer werden immer nach Wegen suchen, ihre Umsätze zu maximieren. Es gibt Forderungen, dass Musik generell kostenlos sein sollte. Aber das wird nicht passieren.

Wirtschaftswoche: Der Film- und TV-Streaming-Dienst Netflix will mit seinen Aboeinnahmen auch eigene Filme produzieren, um sich von der Konkurrenz abzusetzen. Wäre das auch ein Modell für Musik-Abodienste?

Drew Larner: Nein. Musik ist anders. Da geht es eher darum, dass die Titel möglichst viele Hörer erreichen, um sie populär zu machen. Exklusivität würde das verhindern.

 Rdio: "Wir treten gegen das klassische Radio und iTunes an"
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elgooG 24. Okt 2012

Also ein weiteres KAUF-MEIN-UNTERNEHMEN-Startup (kwt)

stuempel 23. Okt 2012

Wem das genügt,... Ich komme bei Napster monatlich auf etwa 5 Alben und 30 Songs, die ich...

stuempel 23. Okt 2012

Die klassischen Musiksender - insbesondere gebührenfinanziert - könnten für meinen...

stuempel 23. Okt 2012

klar - als "Napster reloaded"-Nutzer der ersten Stunde. Nachdem last.fm sein...

Missingno. 22. Okt 2012

Wirtschaftswoche: Apple und Amazon verkaufen erfolgreich Musik. Es ist ein bewährtes...


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