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RC-135 Rivet Joint: Spionageflugzeug soll Drohnen als verlängerten Arm bekommen

Das US-Aufklärungsflugzeug RC-135 könnte bald Drohnen in Risikogebiete schicken, während die Besatzung in sicherer Distanz bleibt.
/ Andreas Donath
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RC-135V Rivet Joint der USAF (Bild: U.S. Air Force)
RC-135V Rivet Joint der USAF Bild: U.S. Air Force / CC0 1.0

Das US-Flugzeug RC-135V/W Rivet Joint ist ein fliegendes Abhörzentrum. An Bord können bis zu mehrere Dutzend Spezialisten für Signalaufklärung, elektronische Kampfführung und Sprachanalyse arbeiten. Und dieses Flugzeug soll nach Vorstellungen des Herstellers L3Harris künftig mit unbemannten Plattformen zusammenarbeiten, die vorausfliegen, Funksignale sammeln und die Daten zurück zum Hauptflugzeug übermitteln.

Drohnen als vorgeschobene Beobachter

Jason Lambert, bei L3Harris zuständig für den ISR-Bereich (Nachrichtengewinnung, Aufklärung und Überwachung), bestätigte gegenüber The War Zone(öffnet im neuen Fenster), dass Gespräche mit mehreren Drohnenherstellern laufen. Namen nannte er allerdings keine. "Die Technologie existiert heute. Wir müssen sie nur noch demonstrieren", sagte Lambert. Einen konkreten Zeitplan gibt es nicht.

Der Ansatz hätte mehrere Vorteile. Drohnen könnten Funksignale aus größerer räumlicher Entfernung erfassen, was die Genauigkeit bei der Ortung von Sendern per Triangulation deutlich verbessern würde. Außerdem könnten sie in Gebiete vordringen, die für das bemannte Aufklärungsflugzeug zu riskant sind, weil moderne Flugabwehrsysteme potenzieller Gegner den Aktionsradius von Plattformen wie dem Rivet Joint zunehmend einschränken.

Die Flotte ist klein und stark ausgelastet

Die US Air Force betreibt lediglich 17 Exemplare des RC-135; die Royal Air Force weitere drei. Mehr Reichweite durch Drohnen würde den Engpass zumindest teilweise abmildern.

Von der Idee zur Demonstration

Ähnliche Konzepte verfolgt L3Harris bereits für das AERIS-X(öffnet im neuen Fenster), ein Aufklärungsflugzeug auf Basis des Bombardier Global 6500. Dieses System soll als Knotenpunkt für Drohnenschwärme dienen, gesteuert mit KI-Unterstützung. Eine Version für Südkorea ist in Entwicklung.


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